Ich schreibe hier im Diary zur Zeit auch deshalb wo wenig, weil ich endlich mein Buchschreibscheitertrauma überwinden will: Seit 17!, in Worten siebzehn , Jahren versucht ich, meine Lebenskunst-Tools in ein „Handbuch Lebenskunst“ in eine konzentrierte und eben weiterreichbare Form zu bringen. Allein: immer wieder gescheitert: An den 1.000 Markeingsieben im Kopf, an: Schreib Leserfreundlich;  hOl die Leser bei ihren Problemen ab. Quatsch: Nenne erst den Nutzen, die Lösung. Ein ewiger Optimierungs-Sieben-Sieben=Kritisieren-Verwerfen-Scheiter-Kreislauf. Seufz.

Nun habe ich ja echt mit Hilfe von Chatgpt meine voher bunte = fotoreiche auf Coachingtätigkeit ausgerichtete Website in eine geändert, die eigentlich nur noch mit TEXTen sich = mich darstellen will. Denn ich bin Dauerschreibende. Seit dem 14ten Lebensjahr. Nicht umsonst nenne ich das hier DIARY – statt eben Lebenskunst-BLOG. Ich bin eine Schreibende, die mal Coach war – nicht umgekehrt: Ein Coach, der ein Sachbuch schreibe – wie Chatgpt ganz richtig erkannte.

Egal, ich wollte nun – da gute Erfahrung mit Chatty bei der Website gemacht – mein Schreib-Trauma überwinden und mein Handbuch Lebenskunst doch noch be-, um nicht zu sagen: vollenden. Lief sich auch ganz gut an…, bis ich gestern einen Frust-Wutanfall bekam, den mensch gewöhnlich bekommt, wenn irgendeine Maschine nicht funktioniert, die man unbedingt grad braucht: Auto, Waschmaschine. Mixer…, jedenfalls bekam ich ihn weger der MASCHINE KI.

Ich drehte langsam am Rad: ErSieEs wollte mir eine neue Version des Manuskripts – für die Somatischen Marker, wie passend! – schicken… und schickte und schickte und schickte es nicht, schrieb stattdessen zum 10ten Mal, dass und was ersiees erkannt hätte… das jetzt der große Manuskriptwurf auf mich warte…, und das groooooße Versprechen, es jetzt zu schicken. Ich kürze ab: Diese Entschuldigungen und Vesprechungen wiederholten sich in Dauerschleife. Mein Wutlevel stieg – entsprechend meine Rückmeldungen…

Ergebnis? Nichts! Okay… Okay… Ich war/bin Coach = ich denke lösungsorientiert, hat ja keinen Zweck mehr mit dem Wüten, bringt ja nix. Schließlich habe ich Chatgp auf dem Handy nach einer Lösung für mein Problem mit seinem „Kollegen“ gefragt – und ErSieEs hat mich dann immerhin befreit. Neue Erfahrung: Chatgpt kann „sich aufhängen“, sei eben kein Mensch!, eben!!!, und dann müsse Maschine eben genau eine entsprechende Anweisung erhalten – und dann ginge es weiter. Tat es dann auch in der Tat. Die Anweisung hab ich dann wortgenau in meinen PC gehauen – und siehe da: Der Manuskripttext war immerhin gerettet.

Echt… pah… waaah… Was lerne ich daraus? Mich immer und immer und immer wieder und wieder und wieder daran zu erinnern:

Da sitzt eine Maschine und kein Mensch! – (Mag es sich gefühlt mitunter so anfühlen, als säße da ein Mensch).

Noch eine wichtige Erkenntnis für mich:

Es ist schon komisch, wie sehr ich  – Ki-Nutzungs-Neuling – anfangs auf den „Rat“ von Chatgpt gehört habe – was Website-Formulierung angeht, nein, nicht generell!. Dass die nicht zu softig-selbstverherrlichend ausfällt, das kann mensch ja Maschine schon in Auftrag geben: Gib mir knallharte Kritik – in kurz!, bitte. Und schon bei der Webformulierung las ich immer wieder als Rückmeldung: Deine  Formulierung trifft es besser als meine., du hast deinen ganz besonderen Stil – Ton… Ja, habe ich. Ich musste es in aller Deutlichkeit noch mal von einer Maschine hören. Und langsam aber immer häufiger fange ich an, mich zu fragen: Sollte diese ganze Chatgpt-Nutzung mich letztlich davon befreien, immer noch zu glauben: Irgendwer – Marketing oder KI oder wer auch immer – würde besser beurteilen können, wie und was mein Stil und Ton ist?

Vielleicht liegt der Sinn und Gewinn darin, endlich, endlich zu erkennen: DU, Maria, hast deine Schreibsprache längst gefunden! – Wie viele Menschen!!! haben mir zudem schon genau das zurückgemeldet? Dass ich meinen speziellen, eigenwilligen, gar einzigartigen Stil habe. WANN, verdammt noch mal, will ich das endlich glauben und ein Buch schreiben – MEIN Buch – schreiben, auch wenn es durch jedes Marketing- oder Coachingsprache- oder KI-abgesegnetes Sieb fällt? Zumindest habe ich dann das Gefühl, MIR treu geblieben zu sein – und das ist mir immer wichtiger geworden. Mir treu zu sein –  entgegen allen Außenerwartungen oder eigenen alten Innenerwartungen an mich.  – Auch im Optimieren – Perfektionieren war ich Meisterin. Also die Ansprüche – an mich, ans Buch –  so in die Höhe zu schrauben, dass ich sie sowieso nicht erreichen kann. Das war eine meiner Dauerfallen – in die ich immer mal wieder falle.

Letztes Jahr habe ich mir  – als Abschiedsritual meiner Coachingzeit – ein Coaching bei meiner alten Coachingausbilderin Bärbel Röpke geleistet. Wir kamen irgendwann auch auf mein Dauerthema = Dauertrauma: Ungeschriebenes Handbuch…. Ich kürze ab: Jedenfalls war in der Zeit viel über Pippi Langstrumpf in den Medien zu lesen, ich glaube „sie“ war 80 Jahre alt oder jung geworden. Da sagte ich zu Bärbel: Vielleicht sollte ich „das Buch“ einfach mit einer anderen HALTUNG angehen…So’ner Art Pippi-Haltung. Die war auch anders, aber frech. Dann schreibe ich jetzt eben ein richtig doofes super Kackbuch… Und das hat die liebe Bärbel dann auch gleich auf dem Flipchart festgehalten – und gerade habe ich die Flip wieder rausgekramt… und werde es mir wieder aufhängen.

Vielleicht wird das ja doch noch was mit meinem superdoofen-Scheiß-Kackbuch…. Mit oder ohne Chatgpt. Hauptsache Scheitertrauma endlich überwunden! Drücken Sie mir die Daumen!