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Tag 7 des K&K Selbst-Experiments: Ballast abwerfen…

erstellt am: 21. November 2011 / von: Maria Ast / Kategorie(n): Allgemein, Selbst-Experiment

Experimente heißen Experimente, weil keiner so recht weiß, wie das Ganze ausgeht oder sich entwickelt. Sind somit was Spannendes. Und ja, ich finde es spannend, was sich Innen wie Außen  tut, nur weil mir vor einer Woche mal eben so in den Sinn kam: Jetzt isste erst alles auf, bevor de was Neues einkaufst.

Zwischen(erkenntnis)stand nach den ersten 7 Tagen:

„Ich kann allem widerstehen – außer der Versuchung!“, meinte schon George Berhard Shaw. Scheint zu stimmen: Je weniger sich in meinem KÜhlschrank/Küchenschrank befindet,

  1. umso weniger esse ich,
  2. umso weniger nimmt das Thema ESSEN Raum in meinem Kopf ein, was allgemein
  3. dazu führt, dass ich 1 1/2 kilo weniger wiege.  War zwar nicht Grundgedanke des Ganzen, ist aber ein höchst willkommener Nebeneffekt.

Am Wochenende war ich verreist (und auf einer Feier genussvoll geschlemmt). Heute morgen geht’s aber weiter. Ich finde es witzig und amüsant, des morgens 3 Zwiebäcke zu bestreichen und schaue mir selbst amüsiert zu. Irgendwie auch ein klein wenig erstaunt bis stolz, dass ich das wirklich durchziehe, dass es sich nicht schwer, sondern mühelos anfühlt.  Ich bin jedenfalls fest entschlossen, weiter zu machen.

Es fördert zudem die Kreativität. Ich mag keine Schokolade, aber Kuchen ist meine Leidenschaft. Ein Blick ins TK-Fach: hui, gibt noch 4 einsame Blätterteigscheiben. Da könnte frau doch ein paar Äpfelchen reinpacken, Zucker oben drauf…  Vielleicht handhaben andere Menschen das immer so, dass sie vorrangig auf Vorhandenes zurückgreifen (müssen).  Für MICH ist es eine neue Erfahrung, die irgendeine noch nicht richtig in Worte zu fassende Gefühle von  Freude und Freiheit in meinem KOPF verursacht. Ich könnte permanent bblödsinnig vor mich hin grinsen :-).

Weitere Erkenntnis: Mir wird immer klarer, wie sehr das häufige Einkaufen eine Verführung ist, mehr zu kaufen, als ich eigentlich wollte. Ich überlege schon, ob EIN Ergebnis dieses Experiments sein könnte, dass ich weniger häufig einkaufe. Oder ob das dann kontroproduktiv wird: wieder mehr im Kühlschrank, also esse ich mehr. Keine Ahnung. Werde es am Ende der 21 Tage besser wissen.

Erstaunen tut mich immer wieder, wie viel Auswirkungen diese Nahrungsbegrenzung und Einkaufsbegrenzung sich auf andere Teile des Lebens auswirkt. Ist wie bei einem Mobile: tipptste an EIN Element, bewegen sich die anderen mit. Als nächste Aktion wird die Reduzierung von Papier stehen! ABER, und das ist auch eine Erfahrung aus diesem Experiment: dass ich mich auf EINE ‚Baustelle‘ konzentriere und nicht versuche, ALLES auf einmal zu verändern. Eine Veränderung (der Gewohnheiten) nach der anderen.

Jetzt habe ich sooooooo lange Papier gesammelt, gehortet (und in im Wissen, auf das ich gar keinen Zugriff habe, weil ich gar nicht mehr weiß, wo was genau liegt…), dass es auf ein, zwei Wochen auch nicht mehr ankommt. Allerdings, weiterer Nebeneffekt, ich frage mich schon JETZT jedes Mal: Brauchste das wirklich? Oder kannst du das einfach wieder irgendwo anders nachschlagen, nachlesen? Ist ja auch schon mal eine kleine Verhaltensänderung.

Einen sonnigen Start allen in die Woche.




4 Kommentare zum Beitrag

  1. Avatar Hilli sagt:

    Hey Mary,

    heute habe ich keine richtige Lust zu arbeiten, d.h. bin auch so ziemlich auf dem Laufenden und habe mich in deinen Blog eingelesen.

    Ich muss und will auch unbedingt eine Aktion starten und zwar Schubladen entrümpeln. Mein großer Schrank quillt langsam über und da werde ich mich jetzt immer mal ein Stündchen ranmachen. Nicht alles auf einmal.

    GlG Hilli

  2. mary mary sagt:

    Hallo Hilli,
    Arbeiten und Arbeiten scheint ja doch unterschiedliche Qualitäten und Lustpegel zu haben, gelle. Ich bin ja eigentlich ‚mit was nicht wirklich Welt-Rettendem‘ angefangen, ABER irgendwann begreift man/ich, dass vieles eben doch mit vielem zusammenhängt.
    Also: Auf, den großen Schrank entlasten von dem ZU-Viel – und schauen, was es mit Dir macht.
    Lieben Gruß
    Maria

  3. hallo liebe maria,
    das ist mein erster versuch mitzubloggen.
    finde dein selbst-experiment super. den gedanken nur von den vorhandenen lebensmitteln zu leben, hatte ich auch schon. aber dabei ist es geblieben, oder führte dazu die schränke nochmal durchzuschauen und auch jede menge verfallsdatumüberschrittene sachen zu finden- lasagneblätter aus zwei verschiedenen lange vergangenen jahren!!!!
    irgendwie passen manche lebensmittel grade nicht in den Lust-kochplan und liegen weiterhin in ganz versteckt in irgendeiner schublade.
    mal sehen, was es mit mit macht deine texte gelesen zu haben.
    liebe grüße erika

  4. mary mary sagt:

    Hallo, liebe Erika,
    das klappt doch alles schon wunderbar mit deinen Kommentaren! Nur Mut. Sie sind herzlich willkommen!

    Lust-Kochplan! Das ist auch eine schöne Bezeichnung für MEINE Art im Umgang mit Essen/Hunger/Kochen und vor allen Dingen: EINKAUFEN. Ergebnis war/ist dann dasselbe, wie Du beschreibst: alles andere, worauf frau grad nicht Lust hat, bleibt liegen und vergammelt so vor sich hin.
    Da achte ich seit dem Experiment viel mehr drauf, nicht NUR nach „Worauf hab ich GERADE Appetit?“ zu kochen/einzukaufen, sondern ERST mal zu checken: Was ist noch DA?
    Winterlichte Grüße ins närrische Rheinland!

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