Rezension: Yofi oder Die Kunst des Verzeihens

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Vor kurzem kam mir ein Buch zur Rezension in den Briefkasten geflattert, in dem es auch um LEBENSKUNST geht, nämlich um „Die Kunst des Verzeihens“. Yofi, das ist ein kleiner, mittelprächtig vergrätzter Nashornbulle, der auf so ziemlich alles zornig ist. Besonders auf seinen Freund, das Rhinozeros, von dem er glaubt, es habe ihn betrogen und verraten.

Buch-Cover

Auf einer gemeinsamen Wanderung mit seinem Großvater zum Meer warten viele neue Herausforderungn auf Yofi. Er lernt auf dieser Reise, sich von überholten Ansichten zu verabschieden und sich mit sich selbst und mit anderen anzufreunden.
Keine leichte Aufgabe, fürwahr. Aber der Großvater nimmt ihn behutsam an die mentale Hand und so lernt Yofi viele Lebenslektionen. Und er lernt auch die Kunst, die Kraft und die Freiheit, die im Verzeihen liegt.

Die Geschichte von Yofi liest sich leicht und flüssig und eignet sich m.E.gut für Jugendliche und Junggebliebene, die nach einer poetischen und fabel-haften ‚Gebrauchsanweisung‘ für ein zufriedenes Leben suchen. Mitunter ist mir die Sprache etwas zu schlicht, der Metaphern zu viele – was an meinem Beruf liegen und für andere gerade den Reiz ausmachen mag.

Die Bilder und Erkenntnisse bleiben durch die Verknüpfung mit einer Tiergeschichte lange und nachhaltig im Gedächtnis und kommen ohne Belehrungston aus. Das alles macht mir das Buch insgesamt sehr sympathisch, lesens und wieder-lesenswert!

In kurz: Wer gerne Erkenntnisse über sich und/oder die Welt in Form von Tiergeschichten mag, der ist mit dieser metapernreichen und (selbst)erkenntnisfördernden Geschichte von Oliver Bantle „Yofi oder Die Kunst des Verzeihens“ sicher sehr gut bedient.

Das Buch ist 2012 als Wiederauflage im jüngst gegründeteten Tigerbaum-Verlag erschienen und kostet in gebundener Form 12,80 Euro.

Viel Spaß beim Lesen und beim Sich-und-andere-Wiedererkennen!