Tag 14 Selbst-Experiment – Der Mensch denkt, die Infektion lenkt

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Hallo und einen sonnigen Montagmorgen.

Sie sind treuer Blogleser, treue Blogleserinnen und sind voller Erwartung von ‚fleischlichen’Lobeshymnen meinerseits, Lobeshymnen auf  Gans und Knödel und Rotkohl?

Dann muss ich SIe enttäuschen. Der Mensch denkt und plant und die Infektion legt den Plan mal grad aufs Laken. Statt Gans & Co. gab es Samstagmorgen Husten, Heiserkeit, Kopfweh – und Hühnersuppe. Hatten Körper und Seele nötig, weil beide sich auf Lecker-essen im Kreis lieber Menschen gefreut hatten.

Und bevor SIE es jetzt auch noch sagen: NEIN! Ich glaube NICHT, dass meine Infekt… Moment… Hatschi… Haaa… echt jetzt…. , also, dass meine Infektion irgendwas mit meinem Ich-esse-erst-mal-alles-leer Experiment zu tun hat. Das zeigt mir EHER, was SIE oder sonstige Mitmenschen sich darunter vorstellen. Denn dazu tendieren wir: Uns Vorstellungen – zuweilen wildester oder besorgtester Art – zu machen, wenn wir etwas nicht genau wissen. Wir füllen die Wissenslücke mit eigener Phantasie.

Um Ihre Vorstellungen etwas zu erhellen:

Ich habe hier nicht gedarbt. Ich hatte/habe immer noch 2 Frühlingsrollen und 1 Paket selbstgemachte Grütze im TK Fach. Ich habe nur endlich die eingeweckten Kirschen gegessen ( statt zu den vorhandenen Äpfeln noch Bananen, Birnen, Kiwi dazu zu kaufen); Es gab eingeweckte Rote Beete von meiner Ma mit biologisch-dynamischen Kartoffeln; es Kartoffelbrei mit Rotkohl und zum Nachtisch gedünstete Apfelscheiben an Resten von Craime fraiche und einem Hauch von Zimt…  Es gab eben kein Fleisch. Feddich. Und das hätte es ja am Wochenende gegeben.  Gab’s dann ja auch. Aber eben den veränderten Ausgangsbedingungen angepasst:  Huhn statt Gans.

Hab’s irgendwann akzeptiert, dass es jetzt ist, wie es ist – und hatte, da ja nun nicht verreist, massenhaft ZEIT, das erste Adventswochenende in aller Ruhe und Hustenheit vorbeistreichen zu lassen. U.a. habe ich 2 Bücher zu Ende gelesen. Die Biografie von Alice Schwarzer : Lebenslauf und ein  Biografieinterview mit  Swetlana Geier, brilliante Übersetzerin u.a. von Tolstoj und Dostojewskij: Ein Leben zwischen den Sprachen Beides sehr interessante Frauen.  Rezensionen kommen baldigst als separater Blogbeitrag.

Wie geht es weiter?

Der Kopf brummt noch vor sich hin. Der Hals ist rot und die Stimme klingt nach Zarah Leander in ihren besten Zeiten. Der Husten ist grad mal still.

Und, ja, ich werde das Experiment bis zum 21. Tag weiterführen. Ich erlaube mir allerdings, Frischzeugs = Gemüse und Vitaminiges Obst dazu zu erwerben.  Und morgens gibt es wieder Brot/Brötchen, da Gott-sei-Dank jetzt nach Zwieback auch Knäcke alle war.

An alle Abnehmwilligen: Die Pfunde purzeln. Wieso genau, weiß ich jetzt auch nicht. Gefühlt esse ich nicht weniger als sonst. Egal. Ich nehme es als willkommenes ‚Abfallprodukt‘ :-)!

Bis morgen.