Schöpferin sein oder Auflösung der Einseitigkeit

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Erstmals gewinnt ein Lyriker den Leipziger Buchpreis: Jan Wagner erhält die renommierte Auszeichnung für seinen Band „Regentonnenvariationen“. Ermutigt mich doch gleich, ein eigenes Werk ins wordwideweb zu stellen. Gedichte sind Verdichtungen. Meins verdichtet meinen meinen Blobparaden-Beitrag „Think twice. Feel twice. Warum ich für Emotion plus Verstand plädiere.“

Schöpferin sein  oder Auflösung der Einseitigkeit

Ich schöpfe aus der Fülle und aus der Leere.
Ich schöpfe aus der Stille und dem Lärm.
Ich schöpfe aus der Ruhe und der Un-Ruhne.
Ich schöpfe aus dem Innen und dem Außen.
Ich schöpfe aus der Spannung und der Langeweile.
Ich schöpfe aus der Ebbe und der Flut.
Ich schöpfe aus den/dem Wünschen und der Wirklichkeit.

Ich schöpfe aus der Fülle und der Leere meine Lebenskraft!

©Maria Ast – April 2008

Das ist das ‚Urgedicht‘ von 2008. Längst habe ich es für mich um viele andere Pole/Gegenpole erweitert. Und meine KundenInnen ermutigt, das selbe zu tun. Lebenskraft ließe sich auch wunderbar durch „Lebendigkeit“ ersetzen: Ich schöpfe aus Pol und Gegenpol meine Lebendigkeit.

„Ich schöpfe aus dem Fühlen und dem Denken.“ Was?

Nicht nur Lebenskraft, sondern auch (Selbst)Führungskraft, (Selbst)Führungskompetenz! Entscheidungssicherheit ebenfalls. Fühl- und Gefühlsintensität in Verbindung mit Freue am Denken! Um nur einige Aspekte zu nennen.

Ich lade Sie herzlich ein, sich EINEN Pol/eine Kompetenz/einen Persönlichkeitsanteil zu nehmen, ihn niederzuschreiben und nach dem Gegenpol, der Gegentugend zu forschen. Versuchen Sie es. Befreit ungemein!