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Frühjahrsputz und andere Sehnsüchte

erstellt am: 13. März 2010 / von: Maria Ast / Kategorie(n): Allgemein

„Träume und Wünsche sind unsterblich.“ – Auguste Rodin

Liebe Leserin, lieber Leser,

sehnen Sie sich nach diesem langen, kalten Winter auch nach Frühlingswärme, hellen Tagen, lauen Lüften, ersten Fahrradtouren und Spaziergängen ohne dicke Kleiderschichten?

Sehnsucht ist ein sehr intensives Gefühl. Häufig wird es als ein ziehendes beschrieben: etwas zieht uns weg aus dem Alltagsgeschehen, etwas, was über das ‚Normale‘, das wir leben,  hinaus will oder hinaus weist.

Was fällt Ihnen beim Wort SEHNSUCHT ein? Welche Sehnsüchte haben Sie oder suchen Sie mitunter heim? Wie gehen Sie damit um? Trauen Sie sich noch, ihnen Platz und Raum zu geben? Oder drücken Alltagssorgen und Alltagspflichten sie in den Hintergrund?

Einige Sehnsüchte teilen wir mit vielen anderen Menschen: Die Sehnsucht nach

– Gerechtigkeit

– Partnerschaft

– Gesundheit

– Unbeschwertheit

– materieller Sicherheit

– Geborgenheit

– Zugehörigkeit

– unseren Platz im Leben und in der Welt zu finden

um nur ein paar der ‚großen‘ Sehnsüchte zu nennen.

Zu den kleineren gehört vielleicht die anfangs genannte Sehnsucht nach Wärme und Licht,  einem ersten Eis im Frühling oder endlich den Energieschub zu bekommen, die winterdreckigen Fenster zu putzen und den Winterkilos zuleibe zu rücken.

Und manchmal versteckt sie sich auch: hinter Frust, Traurigkeit, Wut, Angst, Abgeschlagenheit, Burnout, Depression, Arbeitssucht oder sonstigen Süchten. Mann oder Frau drückt sie weg. Leider oder eher Gott sei Dank verschwindet sie dadurch nicht.

Denn, hinter jedem Frust, hinter jeder Angst, hinter jeder Sucht steckt eine Sehn-Sucht. Es sind gute, aber meist unbewusste Gründe, die uns daran hindern, dieser Sehnsucht zu folgen. Diese unbewussten Gründe haben nichts mit inneren Schweinehunden zu tun, die es zu überwinden gilt. Im Gegenteil: Sie  sind  so individuell wie ein Fingerabdruck, hängen mit unseren Erfahrungen und den Lebensstrategien und Ängsten zusammen, die wir aufgrund dieser Erfahrungen entwickelt haben und schützen uns wie ein Bodyguard vor übereilten Schritten.

Sehnsüchte und Träume wollen, so meine Erfahrung,  mit aller Vorsicht freigelegt werden, denn auch für das Aus-Leben einer Sehnsucht muss man innerlich den Boden bereitet haben. Dann fühlen wir uns sicher und wenn wir uns sicher fühlen, sind wir bereit, den ersten Schritt zu tun – und den dann mühelos und leicht.

Wer Lust hat, seinen/Ihren Sehnsüchten in einem geschützten Rahmen auf die Spur zu kommen, hat dazu Gelegenheit am 23.4.2010. Hier der Link

Zum Einstieg eine erste kleine Übung für Sie:

Was würden Sie tun, wenn morgen der Frühling da wäre und Sie überraschend frei hätten?

Hier ein paar Beispiele einer Freundin, mit der ich gerade eben telefoniert habe:

Ein großes Erdbeereis essen, im Oetkerpark auf die Wiese legen, mir für die Wohnung drei Bund knallrote Tulpen holen, den ganzen Tag „Le Printemps“(zu Deutsch: Der Frühling) hören und laut

mitsingen…

Nun denn, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – über individuelle Sehnsüchte ebensowenig.

Folgen Sie Ihren – und teilen Sie sie uns hier im Blog mit, wenn Sie mögen. Denken Sie daran:

Teilen befriedigt einer der größten Sehnsüchte, die wir haben: der Sehnsucht nach Zugehörigkeit.und Verbundenheit.

In herzlicher Verbundenheit

Maria Ast




2 Kommentare zum Beitrag

  1. Avatar T. Jebens sagt:

    Guten Tag sehr geehrte Frau Ast,

    habe gerade Ihren Lebenskunst-Blog besucht. Wow, einfach toll. Herzlichen Glückwunsch dazu. Ihre Webseite hat sich toll entwickelt.

    Das Frühlings-Lied macht wirklich Laune. Auch eine sehr gute Idee, „You Tube Videos“ in Blog-Arikel einzubinden. Hätte man(n) ja auch selber drauf kommen können. 😉

    Was würde ich tun, wenn morgen der Frühling da wäre?

    Einen langen Spaziergang in der Sonne. Möglichst in einer Landschaft mit sanften Hügeln. Und irgendwo, wo man einen spektakulären Ausblick hat. Ich sag als Schwabe öfters: Mit Fernblick übers Ländle.

    Machen wir auch tatsächlich im richtigen Leben gerne und öfters. Habe genau für diesen Zweck einen kleinen Führer „Aussichtsziele“ für unsere Region.

    Was mir sonst noch zu SEHNSUCHT einfällt? Ziemlich viel sogar, grins. Aber nicht weil ich unzufrieden bin. Ganz im Gegenteil. Für mich hat Sehnsucht sehr viel mit Neugier zu tun. Mit Lebenslust! Pulsierendes Leben spüren, neue Erkenntnisse gewinnen, neue persönliche Fähigkeiten entwickeln und ausprobieren und vieles mehr.

    Ich bin der festen Überzeugung. Neugier ist nicht nur weiblich. Neugier ist auch eine zutiefst männliche Eigenschaft.

    Besonders schätze ich aber die vielen kleinen Glücksmomente des Lebens. Beispielsweise eine duftende Tasse Cafe, einen flotten Spruch, ein fröhliches Lachen, intelligente Gedanken gut formuliert und vieles mehr.

    Herzliche Grüße aus dem Schwabenlande

    T.Jebens

  2. Maria Ast Maria Ast sagt:

    Hallo, Herr Dr. Jebens,
    Danke für Ihr Uns-teilhaben-lassen an Ihren kleinen und größeren Sehnsüchten. Bewusstmachung ist der erste Schritt, sie auch zu verwirklichen. Bei Ihrer Beschreibung ‚Fernblick übers Ländle‘ fiel mir ein, wie wichtig Orte auch im AUßEN sind, die uns Kraft geben. Ich selber hatte das lange Zeit vergessen und war immer nur auf der Schiene, verändere deine Gedanken und dann wird dat schon.
    Es geht eben auch umgekehrt: sich an einen Kraftort erinnern, sei’s eine Stelle, wo Sie aufs Ländle schauen, ober eine Ecke im Lieblingscafé oder die Sofaecke, wo mann oder frau innerlich zur Ruhe kommt.

    Was Neugier angeht: das ist m.E. eine wunderbare (Lebens)HALTUNG, die sowohl von Frauen als auch von Männern eingenommen wird und das Leben häufig sehr viel leichter machen kann.
    Danke für Ihren Kommentar und viele kleine und große Glücksmomente wünsche ich Ihnen!

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