Das Leben ist ein langer Fluss – Buchtipp 50plus

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„Älter zu werden ist nicht besonders bemerkenswert. Anderseits ist es sehr bemerkenswert. Und das ist das Dilemma.“

Eine ziemlich treffende Aussage, die Patricia Tudor-Sandahl in ihrem  Buch „Das Leben ist ein langer Fluss “ – Über das Älterwerden“ in der Einleitung macht.

Zwischen 50plus und 70: Das dritte Alter

Vielen zwischen 50plus und 70 wird es gehen wie ihr – oder mir: man/frau fühlt sich noch nicht wirklich zum alten Eisen gehörend, fühlt sich aber auch nicht mehr als Middle-Ager. Die Engländer haben einen schönen Ausdruck für diese Zeitspanne, sie nennen sie das dritte Alter.

Ich bin jetzt 63 und befinde ich selbst in diesem Zwischenstadium zwischen „noch voll berufstätig (sein wollen)“ und „kürzer treten müssen“(weil Energien und Interessen sich altersbedingt verringern/verlagern)  – und Überlegungen zu:

  • Was will ich noch leben und erleben?
  • Wie will ich den Rest meiner Lebenszeit noch verbringen?
  • Wovon will und muss ich mich verabschieden?

Akzeptanz ist für mich gerade ein sehr schwieriges Thema, eine Übung, mit der ich mich zugegebenermaßen sehr schwertue. Zu HANDELN habe ich gelernt. Das gibt ja auch ein gutes Gefühl von SELBST-Mächtigkeit. Anders sieht das schon aus mit den Dingen, die ich nicht ändern und aufhalten kann: z.B. dass die Haare dünner und die Falten mehr werden; dass es viel länger dauert, meine Energie-Batterien aufzufüllen als früher; dass ich immer häufiger das Gefühl habe, mit den anderen – wer immer das ist – nicht mehr mithalten zu können. Dieses Akzeptieren ist echte Arbeit für mich. Und der gilt es sich/mich zu stellen, sonst gerät frau in die Jammer- oder Sentimentalitätsfalle – und die ist selten hilfreich.

Warum mir dieses Buch gefallen hat:

Das o.g. Buch hat mir – aus vielen anderen gelesenen zum Thema Älter-werden – besonders gefallen, weil es viele Beispiele und kluge Gedanken aus vielen Schulen enthält, einfühlsam aufzeigt, wie sich das dritte Alter anfühlt, was es bereit hält und wie es sich trotz aller Abschiede und Akzeptanz sinnvoll, selbstbestimmt und lebenswert gestalten lässt.