Tag 19, 20, 21, 22, 23… und Fazit des Selbst-Exeriments

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Nein, es ist noch nicht der 24. 12. heute, es ist ‚bloß‘ der 23. Tag meines 21-Tage-Selbst-Experiments.

19. bis 21. Tag: Ruhe. Ruhe. Ruhe für Körper und Geist, da es seit gestern wieder voll losgeht mit Coachings und Alltagsdingen.  Der Husten hat sich von Orkanstärke auf Windstärke 2 – 3 runtergeschraubt und der Kopf ist wieder frei.

Ja, das Experiment: Mit Gewohnheiten brechen – in meinem Fall, die der Vorratshaltung.

Die herausragendsten Erkenntnisse sind:

  • Ich scheine archetypisch Uraltsammler-Triebe zu haben, jedenfalls was Nahrung, Papier, Servietten und Spruch-Postkarten und Bücher angeht. War min in dieser opulenen Weite nicht bewusst vorher.
  • Die wahre Gewohnheit, die es zu ändern gilt, ist nicht im „Horten“ von Nahrung, sondern die Art, wie ich wann und warum einkaufe, nämlich nach dem Lustprinzip: Worauf habe ich JETZT oder HEUTE Hunger?
  • Dieses Lustprinzip-Einkaufen hat aber den entscheidenden Nachteil, dass ich dann wiederum Nahrung kaufte. Frau kann ja NIE wissen, worauf sie/wir morgen Hunger haben.
  • Wie sehr auch bei der Nahrung mein allerheiligster und genereller Lebenswahlspruch durchkommt: ICH HÄTTE GERNE DIE WAHL!
  • Ich hätte nie geglaubt, wie sehr Gastfreundschaft und dem-Gast-Nahrung-anbieten bei mir zusammen hängen. Bin Landkind. Da kam eben was auf den Tisch, wenn Nachbar oder Gäste kamen. Wie ich damit zukünftig umgehen will? Weiß ich grad noch nicht. Gilt es nochmal drüber nachzudenken.
  • Dass frau nebenbei 3 kg in 21 Tagen abnehmen kann, OHNE sichkrampfhaft zu konzentrieren: Was esse ich alles nicht?, sondern durch pure Fokussierung auf: Was is noch da?
    (Naja, dieser fiese Infekt hat auch dazu beigetragen, dass ich eigentlich 1 Woche so gut wie keinen Hunger hatte…)
  • Die wichtigste Erkenntnis: Welch ungeheuren Spaß es mir macht, zu schreiben! Nicht nur für mich allein im KÄmmerlein, sondern hier im Blog oder sonstigen Blogs. Das Schöne daran ist wiederum, dass man das Gefühl hat: Da draußen sind Menschen, die das lesen. Und das Schöne daran? Es befriedigt unserer aller Sehnsucht nach Verbundenheit mit Menschen, die ähnlich ticken, wie wir selbst. Dazu habe ich mal einen Blog-Artikel geschrieben: Ich schreibe, also bin ich – Oder warum bloggen, twittern, schreiben Sie?, der immer noch passt.
  • Dass ich ein Coach sein will, der sich auch als Mensch sichtbar macht– und nicht nur als supertolle Expertin, die immerzu alles im Griff hat. Hat se nicht – ABER: Sie hat gelernt, mit den Herausforderungen des Lebens anders umzugehen, als noch vor Jahren. Das beruhigt ungemein. Und gibt Selbst-Vertrauen.

Im Prinzip ging es ja bei diesem Experiment um die grundlegende Frage:
Wie passsiert Veränderung? Welche HIndernisse treten auf? Was lässt mich scheitern oder weitermachen? Wie sehr bin ich motiviert? Macht es Spaß oder wird es Last und Frust?

Ich bin nachwievor der Meinung:
Die innere Haltung bestimmt den Grad unserer Motivation – ganz egal, um welches Ziel oder welche Herausforderung es sich handelt.

Sich z.B. die Erlaubnis zu geben: „Ich darf auch scheitern!, dann kommt es eben meiner (Lebens)Erfahrung zugute!“ist weitaus förderlicher, als auf Teufelkommraus ein Ziel erreichen zu wollen. Es sind die Flexiblen, die evolutionstechnisch überlebt haben, nicht diejenigen, die es nicht geschafft haben, sich veränderten Verhältnissen anzupassen. Oder: die Verhältnisse den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Vielleicht haben Sie ja Lust gekriegt, selbst ein kleines Experiment der Veränderung zu wagen:

offener zu werden, oder direkter, oder mal kein Geschenkpapier um die Weihnachtspakte zu packen, sondern irgendwas Kreativeres, oder sich freundlicher am Telefon zu melden, oder morgens 10 Minuten eher aufzustehen, um in Ruhe zu frühstücken. Was immer es sein mag, STARTEN Sie – mit der inneren Haltung: Ich lerne hier was über mich! Was immer es sein wird, es wird mich in meiner Selbst-Kenntnis weiterbringen.

Und, wenn Sie mögen: Lassen Sie uns teilhaben hier.