Eine Art Glaubsbekenntnis

Ich glaube, dass das Streben nach Dauer-Glück, Dauer-Erfolg und Dauer-Fröhlichkeit viele Menschen nicht glücklicher, sondern oft unruhiger und kränker macht.

Ich glaube, dass das Leben seine Lebendigkeit aus Widersprüchen und Polaritäten bezieht – nicht aus Einseitigkeit.

Ich glaube, dass viel Leid daraus entsteht, dass Menschen sich selbst zu wenig kennen: ihre Muster, ihre Prägungen, ihre inneren Bewegungen.

Selbst-Bewusstheit ist für mich der Beginn von Selbst-Vertrauen.

Und Selbst-Vertrauen ist die Grundlage dafür, das eigene Leben nicht nur zu ertragen, sondern bewusst zu gestalten.

Ich glaube, dass Denken, Fühlen und Körper keine getrennten Systeme sind, sondern ein zusammenhängendes Ganzes.

Und dass das Leben sowohl Mut als auch Demut braucht:
Mut, um Gestaltung zu wagen –
Demut, um Grenzen anzuerkennen.

Ich glaube, dass ein bewusst geführtes Leben Arbeit ist – aber eine, die Tiefe, Freiheit und Intensität ermöglicht.

Ich glaube, dass wir soziale Wesen sind, die nicht nur Freiheit suchen, sondern auch Zugehörigkeit – und dass beides zusammen gedacht werden muss.

Und ich glaube, dass wir gut daran tun, unsere eigenen Überzeugungen immer wieder zu prüfen – nicht aus Unsicherheit, sondern aus geistiger Beweglichkeit.

„Zweifle an allem wenigstens einmal“, sagt Lichtenberg –
tu’s.
Und geh trotzdem.
Mit Zuversicht im Gepäck.

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