Mein Weg
Dieser Weg war lang.
Aber er hatte einen Sinn.
Und ich bin ihn wirklich gegangen.
Mein Weg war kein gerader.
Er führte über viele Umwege, Krisen, Ausbildungen, Bücher, Tagebücher und Begegnungen.
Balance-Kunst ist Lebenskunst ist Überlebenskunst.
Als Persönlichkeits-Coach wurde sie 20 Jahre zu meinem Beruf.
Als Melancholikerin wurde sie für mich zur Überlebenskunst.
Balance zu halten wissen ist eine existenzielle Kompetenz.
Weil alles kippt, wenn das Gegengewicht fehlt – im Innern, in der Gesellschaft, im Leben, in der Welt.
Mein Weg - Suchen und Finden
Geboren 1954, aufgewachsen auf dem norddeutschen Land, Kirchturm höher als jedes Bauern-Haus, war meine Kindheit behütet. Die ersten Liebeskummer- und Lebensstürme habe ich noch mit Beten und Sport bewältigt. Die Jugend: problematisch.
Ab nach Köln. Beruflicher Erfolg in einer großen Exportfirma, Liebe, Großstadtflair, Heirat, Hausbau, 2 gesunde Kinder: Alles schien perfekt, nur ich wurde immer depressiver bei gleichzeitiger Bewahrung des äußeren Scheins. Das hatte Folgen. Herzrasen, Angstattacken, Erschöpfung legten mich lahm.
Ich suchte professionelle Hilfe.
Gesprächs-Therapien brachten viel Selbst-Erkenntnis, aber im Außen änderte sich lange Zeit nichts.
Eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin half mir, meine übergroße Angst vor dem Tod – dem eigenen, dem anderer – zu bewältigen.
Als die nächsten Krisen, Krankheiten, Ängste anrollten – heute würden wir Burnout dazu sagen – floh ich für ein Sabbatical nach London. Ich kam zur Ruhe. Der äußere Abstand half. Zurück lag vieles in Scherben. Was tun?


COACHING wurde zur Wende.
Ich lernte, ziel-, lösungs-, ressourcenorientiert zu denken, lernte WIE ich ins Handeln komme – und wurde selbst Coach.
Mit 50 habe ich mich als Persönlichkeitscoach selbständig gemacht.
Ich kombinierte das Zürcher Ressourcenmodell mit Kommuniktionspsychologie, Trauerausbildungswissen und der Philosophie der Lebenskunst.
Lebenskunst-Coaching wurde mein Thema.
Als mich Jahre später längst überwunden geglaubte Ängste überfielen, fand mich die Logotherapie.
Sie wurde und ist mein spirituelles Fundament, das mich (Halbgläubige) durch Höhnen und Tiefen hält und trägt.
Meine Heimat. Mein Hafen.
Zur Heimat erkor ich mir die Worte. – Was mich durch all die Jahre getragen hat, hatte mit Worten zu tun.
Bücher. Gespräche. Schreiben. Tagebücher. Gedichte.
Unerschütterlich glaube ich an die Kraft und Macht der Worte – und an die Aufgabe, sie menschen- und friedensförderlich zu gebrauchen.
ABOUT: Exportsachbearbeiterin – Familienfrau – Trauerbegleiterin – Buchhandel – CUT: Sinn- und Lebenskrise – NLP-Master – Persönlichkeitscoach.
Seit 2024: Rentnerin. Nach wie vor: Viel-Schreiberin, Ver-dichterin, Frei-Denkerin, bekennende Melancholikerin.
Persönliches: geschieden, 2 erwachsene Söhne, family & friends sind mir wichtig; ich mag moderne Kunst, Musik von Bach, Händel, John Dowland, Jazziges, Bluesiges, je nach Stimmungslage.
Und denken, so viel und so weit ich will.

Hungrig nach
bin hungrig auf das Leben
will noch nicht Ruhe geben
will noch mit Freunden lachen
verrückte Sachen machen
bin hungrig auf das Leben
will noch nicht klein beigeben
will noch mit Lodern fühlen
die Liebe – nicht erkühlen
bin hungrig auf das Leben
will noch mit dir mal reden
über Gestern und das Morgen
über Glück und über Sorgen
über dich und mich und eben
… über Tod und über Leben!
©Maria Anna Ast
Hungrig nach
bin hungrig auf das Leben
will noch nicht Ruhe geben
will noch mit Freunden lachen
verrückte Sachen machen
bin hungrig auf das Leben
will noch nicht klein beigeben
will noch mit Lodern fühlen
die Liebe – nicht erkühlen
bin hungrig auf das Leben
will noch mit dir mal reden
über Gestern und das Morgen
über Glück und über Sorgen
über dich und mich und eben
… über Tod und über Leben!
©Maria Anna Ast
Leitgedanken – Eine Art Lebenskunst-Glaubensbekenntnis
Ich glaube, …
- dass einseitiges Streben nach Dauerglück, Dauererfolg, Dauerfröhlichkeit viele Menschen nicht glücklich, sondern unglücklich und krank macht.
- dass das Leben widersprüchlich und polar ist – und dadurch überhaupt erst seine Spannung und Lebendigkeit bezieht.
- dass viel privates und gesellschaftliches Leid daher rührt, dass Menschen zu wenig Bewusstheit und Wissen darüber haben, wer sie selbst sind, wie sie ‚ticken‘ und was sie warum wollen.
- dass erst Selbst-Bewusstheit und gute Selbst-Kenntnis zu einem tragfähigen Selbst-Bewusstsein und geerdetem Selbst-Vertrauen führen.
- dass jeder Mensch gut daran tut, sich dieses Selbst-Vertrauen anzueignen. Es ist Voraussetzung für Selbst-Bestimmtheit und Selbstmächtigkeit. Beide lassen uns kritisch und selbstsicher auf Mächte und Kräfte schauen, die „es doch nur gut mit uns meinen”.
- dass Denken, Fühlen, Körper, Geist eine Einheit sind und das Ganze mehr ist, als die Summe der Einzelkomponenten.
- dass wir zu gleichen Teilen Mut und Demut brauchen: Mut, zu begreifen, wir sind nicht ohnmächtig und beherzt eigenes Glücken und Gesellschaft mitzugestalten; Demut, zu akzeptieren, dass wir nicht allmächtig und unserer Gestaltungsmacht Grenzen gesetzt sind.
- dass ein bewusst geführtes Leben viel Mühe und Arbeit macht, letztlich aber eine Intensität und Tiefe und Freiheit beschert, auf die ICH nicht verzichten möchte.
- dass wir soziale Wesen sind und nicht nur einzeln und frei leben wollen, sondern uns nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft sehnen und zufriedene Menschen dazu beitragen wollen, ein friedliches und respektvolles Miteinander zu gestalten.
- Und vor allen Dingen glaube ich, dass wir alle gut daran tun, von Zeit zu Zeit all unsere Glaubenssätze auf den Prüfstand zu stellen, ob ihrer Tauglichkeit, “Wahrheit”, Angemessenheit, getreu dem philosophischen Anspruch des Mathematikers und Aphoristikers Lichtenberg:
„Zweifle an allem wenigstens einmal, und wäre es der Satz: zwei mal zwei ist vier!”
„Unsere Taten müssen vor allen Dingen
Ausdruck von Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern,
die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden.“
Tagore

