Leitgedanken der Lebenskunst

„Ich übe, also bin ich.“

  1. Ich glaube, dass einseitiges Streben nach Dauerglück, Dauererfolg, Dauerfröhlichkeit viele Menschen nicht glücklich, sondern unglücklich und krank macht.
  2. Ich glaube, dass das Leben widersprüchlich und polar ist – und dadurch überhaupt erst seine Spannung und Lebendigkeit bezieht.
  3. Ich glaube, dass viel privates und gesellschaftliches Leid daher rührt, dass Menschen zu wenig Bewusstheit und Wissen darüber haben, wer sie selbst sind, was sie bewegt und was sie warum wollen.
  4. Ich glaube, dass erst Selbst-Bewusstheit und Selbst-Kenntnis zu einem tragfähigen Selbst-Bewusstsein und Selbst-Vertrauen führen.
  5. Ich glaube, dass jeder Mensch gut daran tut, sich dieses Selbst-Vertrauen anzueignen. Es ist Voraussetzung für Selbst-Bestimmtheit und Selbstmächtigkeit. Beides befähigt uns, auch jene Mächte und Kräfte kritisch zu hinterfragen, die „es doch nur gut mit uns meinen“.
  6. Ich glaube, dass Denken, Fühlen und Körper eine Einheit sind und das Ganze mehr ist  als die Summe der Einzelkomponenten.
  7. Ich glaube, dass wir Mut und Demut brauchen: Mut, zu erkennen, dass wir nicht ohnmächtig sind und unser Leben und unsere Gesellschaft mitgestalten. Demut, zu akzeptieren, dass wir nicht allmächtig sind und unserer Gestaltungskraft Grenzen gesetzt sind.
  8. Ich glaube, dass ein bewusst geführtes Leben viel Mühe und Arbeit macht,uns  letztlich aber eine Intensität, Tiefe und Freiheit beschert, auf die ich nicht verzichten möchte.
  9. Ich glaube, dass wir soziale Wesen sind und nicht nur einzeln und frei leben wollen, sondern uns nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft sehnen und zufriedene Menschen eher dazu beitragen wollen, ein friedliches und respektvolles Miteinander zu gestalten.
  10. Und vor allen Dingen glaube ich, dass wir gut daran tun, unsere Überzeugungen immer wieder auf den Prüfstand zu stellen.


„Zweifle an allem wenigstens einmal“
, sagt Lichtenberg – tu’s.
Und geh trotzdem.
Mit Zuversicht im Gepäck.

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