Skip to main content

Von Training, Talenten und Technikverständnis

„Lernen ist wie Rudern gegen den Storm. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ – Laotse

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Trainieren meint ja nix anderes, als Üben, Üben, Üben: Vokabeln, Abfahrtslauf, den neuen DVD-Player zu bedienen, weniger-schüchtern-sein, selbstbewusster auftreten…

Woran üben Sie denn gerade rum?

Nundenn, ich gebe es zu: Technikverständnis zählt nicht zu den Talenten, mit denen der liebe Gott mich vorrangig gesegnet hat. Im Gegenteil: er hat erheblich geschludert, so dass ich leider, leider gezwungen bin, auf diesem Gebiet in Dauerübungsbereitschaft zu bleiben, um halbwegs in dieser technikdurchsetzten Welt bestehen zu können.

Gestern zum Beispiel: Da hatte ich nach 3 Ewigkeiten Weiterlesen »


Von Schneewintern und der Mär vom Konsumglück

Sind Sie gut durch den Winter gekommen? Wie haben Sie sie rumgebracht, diese doch mittlerweile außergewöhnliche Schneezeit? Fanden Sie sie gut oder schlecht?

Vielleicht ging es Ihnen ähnlich wie vielen anderen: zuerst fanden wir den Schnee superspannend, stapften begeistert durch die weiße Winterlandschaft, ließen Kindheitswinter an unserem geistigen Auge vorbeiziehen, sprich, wir erfreuten uns an der weißen Pracht.

Ab einem gewissen Zeitpunkt schien die Stimmung allerdings zu kippen: wir hätten auch gut drauf verzichten können, auf das Schneeschippen, die Kälte, das Gerutsche auf den Straßen.

Was war passiert? Wir hatten uns an den Schnee gewöhnt. Das Außergewöhnliche war gewöhnlich bis lästig geworden und unsere Euphorie und Begeisterung und Neugier schmolz wie Schnee in der Sonne.

Ich möchte Sie einladen, sich drei Minuten Zeit zu nehmen und sich zu erinnern:

1. Denken Sie an eine Situation, wo Sie etwas für Sie Schönes und Neues erworben haben.

Das kann ein lange ersehntes Sofa oder Auto oder Küche oder Schuhe sein. Suchen Sie nach etwas, was IHNEN lieb und wichtig war, ggf. etwas, worauf Sie sogar lange gespart haben.

2, Erinnern Sie sich an die Zeit VOR dem Kauf: haben Sie sich informiert oder mit Freunden diskutiert, z.B. welches Auto oder welcher Laptop wohl das oder der richtige für Sie sei. Welche Erinnerungen, welche Bilder stellen sich dazu ein?

3. Dann erinnern Sie sich bitte genau an den Zeitpunkt, als Sie das Sofa, das Auto, den Laptop….gekauft haben und es Ihrs war.

Steigen Sie noch mal in die Situation dort ein und lassen Sie die Bilder Revue passieren: wo genau waren Sie da? Mit wem waren Sie  ggf. zusammen? Welches Gefühl macht sich breit?

Ich erinnere mich z.B. noch ganz genau an das Gefühl, das ich hatte, als ich auf meine neue Küche sah: wow 🙂  Ebenso erging es mir, als ich meinen ersten Laptop unter dem Arm hatte aus einem Geschäft spazierte.

4. Dann gehen Sie im Geiste 1, 2 Wochen, Monate oder Jahre weiter – und fühlen noch mal nach, ob das Gefühl zu dem erworbenen Teil immer noch so jungfräulich euphorisch und stolz und begeistert war/ist?!

Wahrscheinlich nicht. Wir haben uns an die Dinge gewöhnt wie an den Schnee in diesem Winter und irgendwann war der Glanz und der Lack des Neuen auch da ab.

Warum ich Sie zu dieser kleinen Übung eingeladen habe?

Weil der schmelzende Schnee und die 7 Zeitungsbeilagen mit Dauerglücksverheißungen mich heute morgen daran erinnert haben, mir – und vielleicht auch Ihnen –  immer wieder ins Bewusstsein zu rufen:

–    Jedes Streben nach Dauerglück, Dauererfolg, Dauerleidenschaft ist zwangsläufig früher oder später zum Niedergang verurteilt, weil wir uns auch daran gewöhnenund uns nach Neuem und UnGewöhnlichem sehnen. Mißtrauen Sie also den Ewig-Glück-verheißenden Gurus und Botschaften. Das Leben ist und bleibt polar – und auch daraus bezieht es seine Glücksmomente.

– . Nicht der Besitz von Etwas macht glücklich, sondern lediglich der Augenblick des Erwerbs. Vielleicht bewahrt dieses Wissen einen ja davor, den vierundzwanzigsten Ostereierbecher oder den vermeintlich noch besseren Flachbildschirm zu kaufen….

Herzlichst für heute<-->


Dick und selbstbewusst: geht doch!

Liebe Leserinnen,

unbedingt angucken, wenn Sie Probleme mit Dicksein, Dickfühlen, Selbstwertzweifeln haben und auch sonst und sowieso und an sich macht der Film Mut, sich oder etwas oder gar beides zu verändern.

Doris Dörrie – Die Friseusin Ausschnitt aus dem Youtube Trailer

Gewichtsprobleme und die daraus erwachsenden Selbstvorwürfe, Selbstzweifel, Selbstbewusstseinseinbußen, welch Frau – und zunehmend welcher Mann – kennt sie nicht (oder lässt sie sich von dieser oder jener Industrie einreden). Irgendwann habe ich beschlossen, anders mit dem Thema umzugehen und MEIN Wohlfühlgewicht selber und selbstbestimmt festzulegen – und das Leben zu genießen. Dazu passt der Film wunderbar, ebenso zu Maja Storch und ihrem Mein ICH Gewicht, deren Ansatz ich in meinen ICH-Gewichts-Kursen vermittle Mehr dazu unter:  http://www.maria-ast.de/ich-gewicht.php

Viel Spaß beim Anschauen!

Sonnige Grüße


Lebensgefährlich oder Schmerz lass nach

„Wird’s besser? Wird’s schlimmer?“ fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich:

Leben ist immer lebensgefährlich“   – Erich Kästner

~~~~~~~~

Dazu wollte ich eigentlich einen schönen Neujahrsbeitrag schreiben. Es kam anders:

nach 8 Wochen Sehnenscheidenentzündung (und Schreibverbot…) bin ich Samstag voll auf BEIDE Hände gefallen. AUA……. weitere 8 Wochen Scheib-, Putz-, Sportverbot etc. Nundenn, da kommt nicht nur Freude auf.

Ich warte auf die Lieferung von Dragon, einem Spracherkennungsprogramm. Irgendwie muss es ja möglich sein, auch ohne Fingereinsatz schriftlich zu kommunizieren heutzutage.

Wenn jemand von Ihnen noch eine Tipp hat, der garantiert bei ihm oder ihr gewirkt hat, wenn es um eine Sehnenscheidenentzündung oder ne Handgelenksverstauchung ging, , nur her damit – und sei’s nen netten Witz. Mit Humor ist ja bekanntlich vieles besser zu ertragen.

Ihnen allen: Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und wenn’s mal hakt: nicht die Zuversicht verlieren, dass alles besser wird und sich der Sinn irgendwann offenbaren wird. Ich versuche zumindest grad, diese Haltung einzunehmen.

Herzlichst

Maria Ast


Vorsicht Satire! Schnelltipp Nr. 3 vom Anti-Erfolgscoach: Alles auf einmal!

Schnelltipp 3 –  So kommen Sie garantiert granatenschlecht drauf! Es grüßt: Ihr Antierfolgscoach Maria Ast aus Bielefeld

Hier anhören: Schnelltipp No. 3

Auf vielfachen Wunsch den Schnelltipp nun auch noch mal in Schriftform: (Weiterverwendung bitte nur mit Rücksprache oder Angabe der Quelle. Danke schön.)

Tach,

Sie sind selbstständig oder  „Nur“-Hausfrau mit 2 Kindern, Haus, Garten, einem Ehemann oder StudentIn, der/die grad vorm Examen steht oder Rentnerin, die endlich Zeit hat, all ihre Talente und Gaben zu leben? Schön. Dann haben wir was gemeinsam.

ICH bin Coach für Persöööööööönlichkeitsentwicklung. Und: Ich habe viel zu tun.  Ich lese und denke und formuliere und lese und bilde mich fort und lese und habe Newsletter zu schreiben, und Artikel für den Blog und Mailantworten. Und dann noch Flipchartpapier bestellen, Flyer abholen, die kaputte Glühbirne im Büro durch ne neue ersetzen (ich horte grad, nein, ich verrat Ihnen jetzt nicht, wievile – alte Glühbirnen) , kurz, ich bin ein echtes One-Woman-Einfrau-Unternehmen und manage den Laden hardwaremäßig ebenso wie softwaremäßig.

Nun gibt es Zeiten, wo ich das alles als traumhafte Lebendigkeit und Herausforderung begreife,  ähnlich Müttern und Vätern, die zwar viel Arbeit mit den Kindern  haben, aber irgendwie hält sich Input und Output die Waage und mann/frau erfreut sich an der Brut.

Dann gibt es aber Tage, wo scheint’s ALLES zu viel ist, ALLES  über einem zusammen bricht bzw. mann/frau selbst kurz davor ist, zusammen zu brechen.  Hier nun mein Tipp,  der mir persönlich sehr effektiv hilft, diesen Zustand zu verfestigen, zu intensivieren oder gar zu toppen.

Er lautet: Versuchen Sie immer wieder sich einzureden, Sie müssten ! heute!  ALLES! auf einmal erledigen.  Lassen Sie all Ihre Projekte immer und immer wieder wie im Dauerspülgang der Waschmaschine durch Ihr Hirn fließen, bis Ihnen allmählich und ähnlich  wirbelig im Kopf wird,  Ihr Hirn quasi von selbst in den nächsten Gang schalten, bis es im  letzten landet, na, und wie lautet der?? Richtig: es ist der beliebte Schleudergang.

Spätestens da erkennt kein Schwein mehr, welches Wäschestück wo anfängt und endet, alles verschmilzt zu einer homogenen, aber immerhin farbenfrohen Masse.

Wichtig! Stecken Sie viel Energien ins Toben, treten Sie gegen Ihre Gehirnwaschmaschine, fluchen Sie, dass die Technik, das Leben, ach, eigentlich alles sowieso einer überfüllten Waschmaschine gleicht – und dann gehen Sie keinesfalls ins Nebenzimmer und kochen sich einen Tee oder rufen die Freundin an und kotzen sich aus, nein, das wäre völlig kontraproduktiv.

Hetzten Sie einfach weiter durchs Haus und versuchen Sie hektisch, alles anzufangen und nicht zu Ende zu bringen, bis sie abends fix und fertig sind, die Nerven blank liegen, zumal  Ihnen aus Versehen ein paar Projekte durcheinander geraten sind – und das Ergebnis so aussieht, als hätten Sie die neuen pinkfarbenen Söckchen zur 60° Weißwäsche gesteckt.

Gut  funktioniert auch der Tipp, die Maschine trotz leiser mahnender Innenstimme gleich von Anfang an überfüllen. Da geht ab irgendeinem Punkt gar nichts mehr – und Maschine wie Frau wie Arbeit  kommen zum absoluten Stillstand. Hat ja was für sich:   IM Auge des Orkans ist es bekanntlich am ruhigsten…

Leider, leider  kann mann/frau da nicht dauerverharren und leider wird der Orkan mit dem Namen: Things to do morgen umso gnadenloser zuschlagen, zumal man die „verfärbten Wäscheberge“ entweder wegschmeißen oder entfärben oder neu einfärben muss.

Sie fühlen sich so richtig schön mies? Dann hat mein Tipp ja prima gewirkt. Und wollen diesen Zustand gerne bis zum Schlafengehen konservieren: Hier und heute deshalb noch einen Gratis-Schnelltipp dazu, wofern Sie nicht allein leben. Er lautet:   So schaffe ich es, innerhalb von 3 bis x Sekunden mich mit meinem Partner/meiner Partnerin zu streiten .

Geht so: Überfallen Sie Ihren Paartner, respektive Paartnerin – sobald er oder sie durch die Eingangstür tritt – mit Ihrem: Es war ein Scheißtag heute und ich bin fix und fertig und hab überhaupt nix gebacken gekriegt und ich weiß sowieso gar nicht, warum ich mir das alles antue und überhaupt, wieso kommst du so spät??  und schauen Sie, was passiert. Könnte sein, dass das Gegenüber ein ähnliches Waschprogramm an irgendeinem anderen beliebigen Ort der Welt durchlaufen hat. Muss ich noch weiter ausführen??

Ja, und nun mal schön vorgestellt: Barack hatte einen Scheißtag: …..

Und Mischelle hatte einen Tag zum in die Tonne treten …nd dito H. Zarkosy  hat sich heute auch gram mal wieder  hpyeratkiv übernommen und trifft auf Madame ….., die völlig fertig vom Damenprogramm ist….

Hachja, es ist doch immer wieder schön, entspannend und beruhigend,  sich vorzustellen: auch andere Menschen haben Alltagsstress, müssen viele Dinge gleichzeitig tun, kämpfen mit der Fülle der „Wäscheberge“, sprich der Anforderungen und Aufgaben – allerdings mit dem feinen Unterschied, dass unsereins nicht noch von der Presse, den Gazetten, der halben Weltbevölkerung zur Rechenschaft gezogen, belächelt oder hämisch und voller Schadenfreude angegafft und kommentiert wird.

Summ… summ… summ….. SO schlecht geht’s mir eigentlich auch wieder nich… Doch, fühl mich schon ein bisschen besser.  Na, dann will ich jetzt mal ne kleine Artikel-Handwäsche zwischendurch einlegen….

Geschäfft! Sehn Se, zumindest dieser Artikel, den Sie grad lesen,  ist fertig geworden!

Dafür liegt die restliche schmutzige Wäsche = noch zu erledigende Projekte, Dinge, To-Does weiterhin irgendwo rum. Egal, Morgen ist auch noch ein Tag und dann geht’s mit neuem Elan an die „Wäscheberge“.

Vorsortieren könnt ich ja schon mal… Vielleicht fällt dabei ja der nächste Tipp: So kommen Sie garantiert granatenschlecht drauf!  für Sie und mich ab. In diesem Sinne: gut-wasch!

Herzlichst

Ihr – Anti-Erfolgs-Coach

Maria Ast

P.S. Ich hasse Weichspüler jeder Art.


Seiten