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Handbuch Lebenskunst, der 1.000ste Versuch

„Wer immer nur das tut, was er immer getan hat,
wird nur das bekommen, was er immer bekommen hat. “ – Henry Ford.

 

5:15 Uhr – seit ca. einer Stunde bin ich wach, und: NEIN!, denke ich, bzw. JA!, dieses Mal mache ich es anders. Anders, als all die Jahre bis Jahrzehnte vorher! Wo ich versucht habe, mein Handbuch Lebenskunst alleine im Kämmerlein zu schreiben. Damit bin ich – gefühlte 1.000 Jahre und in real 15 Jahre!! – gescheitert. Sie lesen richtig. 15 Jahre lang. Immer wieder!

Das hatte und hat traumatische Formen angenommen: Wer 1.000 mal und mehr auf den 10 m Turm gestiegen ist, ohne runterzuspringen, dem fällt es immer schwerer zu glauben, dass er es überhaupt noch je tun wird. Und ich bin mindestens 1.000 x auf den Buchsprungturm gestiegen  – und habe es trotz … trotz…. trotz… nicht geschafft. Ich füge heute mal mutig an: BISHER! Ich habe es bisher nicht geschafft, meine 3 Ws: Wissen – Werkzeuge – Weisheiten (eigene und die großer VordenkerInnen) –  ‚Dinge‘, die ich im Coaching mü-he-los jedermann innerhalb von 2, 3 Stunden beibringe – in ein Buch zu packen.

Und immer, immer, hat mich das Schreiben gerettet. Naja, fast und meistens. Zwischendurch hat mir das Scheitern mal einen Burnout und Panikattacken beschert, die Selbstzweifel schlugen wie eine Tsunami-Welle über mir zusammen. Dann habe ich gedichtet, meine Wut, meinen Frust, meine Ohnmacht, meine Angst, mein Scheitern in ein Gedicht gepackt. Kostprobe gefällig?

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Getrennt? Geschieden? SIE sind gegangen? Dann sollten Sie dieses Buch lesen…

„True love is born from understanding.“ – The Buddha

Es kommt selten vor, dass ich sogenannte Ratgeber mehr als 2x durchlese. Diesen habe ich gleich 4 mal hinereinander durch’gearbeitet‘. Es ist das Sachbuch von Sissel Gran: Ich verlasse dich, weil ich leben will. 

Sissel Gran – Ich verlasse dich, weil ich leben will

Trennung, Scheidung, Abschiede – Ratgeber, Fach- und Sachbücher, die sich mit dem Schmerz und der Ohnmacht der Verlassenen und Betrogenen beschäftigen, gibt es zuhauf. Sissel Gran – sie arbeitet als Psychologin und ist Norwegens bekannteste Paartherapeutin – beleuchtet als eine der wenigen die Sichtweise und Gründe, warum diejenigen, die gegangen sind, gegangen sind. Das macht das Buch sehr außergewöhnlich.

Als selbst Betroffene hat es mir geholfen, noch besser zu verstehen, warum ich damals gegangen bin – um nicht zu sagen: gehen MUSSTE. Wirklich tief zu verstehen hat mich in meinem Leben häufig befreit, so auch dieses Mal. Und, wie viele ihrer Interviewpartner in dem Buch, fühlte ich mich wirklich tief-gründig gesehen und verstanden: mit meinem Leid und Leiden und Hadern und Krank-Werden VOR der Trennung. Nein, die wenigsten Paare – besonders, wenn Kinder betroffen sind – laufen  „einfach so“ auseinander. Einer oder Beide halten durch und durch – bis zur Selbstaufgabe, bis zur Bedürfnisverleugnung, bis zur Erschöpfung,  bis Körper oder Seele nicht mehr mitmachen.

Wie in den Beispiel klar wird, sind die Gehenden häufig ’nur‘ diejenigen, die öffentlich machen, was innerlich längst vollzogen war: Die emotionale Trennung. Dennoch werden sie von der Umwelt häufig als die „Täter“ betrachtet – und die Verlassenen als Opfer. Auch hier zeigt Sissel Gran, dass es viel verstecktere Mechanismen sind, und kommt nicht mit platten Antworten daher.

Was noch für das Buch spricht: Die Beispiele sind im besten Sinne einfach zu lesen. –  Die Autorin begründet und deutet fundiert aus ihrer psychologischen Sichtweise heraus. Dass sie die Gegenseite versucht, immer mitzuverstehen, spricht für ihre Professionalität, Arbeitsweise und Haltung. Auch das hat mir gefallen.

Fazit: Ich lege dieses Buch jedem und jeder ans Herz,

  • der oder die selbst verlassen hat
  • denjenigen, die verlassen wurden (warum? Weil es Verständnis und damit Versöhnung fördern kann)
  • Coaches/Paartherapeuten – weil es eben eine der wenigen Bücher ist, die diese Sichtweise fundiert beleuchten
  • jungen Paaren! – Warum? Weil es ist ein gutes Prophylaxe-Buch ist! Merke: Wer erkennt, dass Gefahr droht und woher die Gefahr für die Beziehung droht, der kann viel, viel früher gegenlenken! Das steigert die Chancen enormen, auch weiterhin eine glückliche und glückende Beziehung zu er-leben!

 

 


Frohe Ostern!

Wie jedes Jahr grüße ich Sie/Euch mit meinem Lieblingsgedicht zum Frühling und wünsche allen FROHE OSTERN!

Nennen wir es „Frühlingslied“

In das Dunkel dieser alten, kalten
Tage fällt das erste Sonnenlicht.
Und mein dummes Herz blüht auf,  als wüßt es nicht:
Auch der schönste Frühling
Kann nicht halten,
Was der werdende April verspricht.

Da, die Amseln üben schon im Chor,

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Es wächst viel Brot in der Winternacht

Foto eigen

In der Winternacht

Es wächst viel Brot in der Winternacht,
weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
spürst du, was Gutes der Winter tat.

Und deucht die Welt dir öd und leer,
und sind die Tage dir rauh und schwer:
Sei still und habe des Wandels acht,

es wächst viel Brot in der Winternacht.

Friedrich Wilhelm Weber, 1806-1871

 

Zuweilen ist es schwer, sich den Zustand von Zuversicht zu erhalten. Dann braucht es Reminder/Erinnerer: Menschen, Gedanken, Gedichte, die uns daran erinnern, dass die Nacht und die Kälte nicht ewig dauern, dass wir glauben können, dass derweil still und heimlich etwas Neues, Nährendes heranwächst.

So wünsche ich Ihnen/uns ein Jahr der Fülle, des Reifens, der Ernte.  – Herzlichst – Ihre Maria Ast

 


Worauf vertrauen?

„Der Kluge mischt eins mit dem anderen:
Er hofft nicht ohne Zweifel und zweifelt nicht ohne Hoffnung.“ – Seneca

„Es mag sein, dass alles fällt, dass die Burgen dieser Welt, um dich her in Trümmer brechen. Halte Du den Glauben fest, dass dich Gott nicht fallen lässt; er hält sein Versprechen.“ klang es heute morgen kurz vor 8.00 aus dem Radio auf WDR3.

Eigentlich mochte ich das Lied immer sehr, dieses Vertrauen trug und trug mich, ließ mich nicht verzweifeln –  solange ich noch glaubte. Das ist längst vorüber. Geblieben ist mein ‚Neid‘ auf all jene, die noch so tief vertrauen können, sich fallen lassen können, in einen Gott, der sie trägt und auffängt. Immer. Immer wieder. Aber, was ist mit mir, was mit all den vielen anderen Menschen, die das nicht mehr können? Die Gründe sind mir an dieser Stelle mal egal.

Ihnen  wie mir stellt sich die Frage: Worauf vertrauen? Was gibt Halt und Hoffnung , wenn die eigene kleine und die große Welt „um dich her in Trümmer brechen“? Ich habe in meinem Leben mit vielen meiner Ängste auseinandersetzen MÜSSEN: Weiterlesen »


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