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philosophie magazin: Denkanstöße zur Corona-Krise

Lese- und Denk-Tipp:

Wie viele andere Menschen, Medien, Institute so bringt auch das philosophie Magazin seit kurzem einen Sondernewsletter heraus mit (philosophischen) Denkanstößen zur Corona-Krise. Zugegeben: Nicht immer ganz einfach zu lesen/zu verstehen, aber immer sehr erhellend, kritisch und fundiert.


Lebenskunst in Corona-Zeiten – Gedanken

Wenn ich mir die Berichte im Fernsehen, Radio, sonstigen Medien angucke, dann bin – bekennender Lebenskunst-Fan – ich immer baff erstaunt, warum alle so baff erstaunt sind ob der Reaktion der meisten auf die Corona-Krise ist. Krisen, existenzielle Krisen, triggern immer die ANGST in uns: unterzugehen, uns zu blamieren, nie wieder fröhlich zu werden, das Schöne, das wir haben, zu verlieren, wozu eben auch Gesundheit, Wohlstand, Möglichkeitsfülle, Wahlfreiheit zählt etc. Und letztlich ist Angst vor was auch immer Angst vor dem (eigenen) Tod.

Tja, und hier, auch wenn es viele nicht gerne hören wollen, rächt es sich, dass die meisten Menschen null Veranlassung sehen, sich mit den Themen Leid, Schmerz, Abschied, Begrenzung, Krankheit, Tod auszeinanderzusetzen: Es oder sie, die existenzielle Krise, trifft sie unvorbereitet.

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Lesetipps für lange Daheimstunden

Foto Buchliste – eigenes

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen… oder geben uns eben einen gehörigen Schups, uns mal wieder – mental – zu bewegen. So schreibe ich hier endlich mal wieder etwas in meinen Blog. Was ich schon ewig lange wollte – denn „privat“ schreibe ich JEDEN Tag! Tagebuch. Reflexionen. Gedanken. Gedichte. Stehe in Verbindung mit vielen Menschen in Form von Mail, SMS, Telefonaten, ja, auch immer häufiger wieder in Form von Karten. Und Briefe…, ich war früher eine leidenschaftliche Briefschreiberin! Könnte ich ja mal wieder reaktivieren!

Ich folge hier dem Wunsch und der Nachfrage vieler KundenInnen, Bekannten, FreundeInnen nach Lesetipps/Buchvorschlägen. DA wird es mir momentan echt ZU viel, die alle einzeln zu beantworten.

Das Foto zeigt die Bücher, die ich in den letzten 3, 4 Monaten frisch gelesen haben, und die mir auch – aus unterschiedlichen Gründen – sehr gut gefallen haben. Da ich im Aufbruch aufs web- und hoffentlich virenfreie Land bin, schaffe ich es nicht, alle Buchtitel schön säuberlich und, wie es so schön heißt: kundenfreundlich runterzuladen. Ich bitte um Verständnis – ABER ich will doch kurz 2, 3 Sätze zu jedem Buch sagen. Für ALLE Bücher gilt: Sie müssen sprachlich ein bestimmtes Niveau haben!, sonst lese ich sie nicht. Fertig. Will meinen: Wer nach dem, was man landläufig ‚leichter‘ (Frauen)Lektüre sucht, wird HIER NICHT fündig werden!

Suleika öffent die Augen von Gusel Jachina: Meine derzeitige Lektüre, die ich bis auf 3, 4 Seiten fast zuende gelesen habe: Gusel Jachina ist eine wahre Geschichtenerzählerin! Sie erzählt die Geschichte der jungen Suleika, die als Tartarin in jungen Jahren nach Sibirien ‚ausgesiedelt‘ wird. Aus einer verschüchterten jungen Frau wird eine selbstbewusste Kämpferin für sich und ihren Sohn. Mir hat es noch mal die Augen geöffnet, wie bequem und ’satt‘ wir  in diesen Zeiten und an diesem Ort überhaupt leben können.

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Ess-Experiment: Vom Vorhandenen leben

Ein Teller Erbsen photocase_158199

Angesichts der (heimlichen) Lebensmittelhortung vieler und auch angesichts dir mir selbst ernsthaft gestellten Frage beim Blick auf meine Vorräte: Hä? Was brauchste denn jetzt eigentlich noch? fiel mir permanent mein Selbst-Experiment „Ich esse alles leer, bevor ich Neues kaufe“ aus dem Jahre 2011 ein.

Schon die Erinnerung daran machte mich auf einen Schlag ruhiger: Ja, stimmt. Ich kann eine Experimentier-Haltung einnehmen; ich kann kreativ ‚rumkochen‘; ich kann, wenn nötig, mit wenig (Alternativen) auskommen; ich kann derweil – äuperst spannend! – MICH beobachten: Was macht das eigentlich alles mit mir? Zugegeben: Damals war es eine FREIWILLIGE Aktion, die letztlich nur 14 Tage als Zeitrahmen hatte, dennoch: Erfahrung ist Erfahrung ist Erfahrung. Auf die kann mensch jederzeit zurückgreifen.

So lade ich Sie gern ein: Einfach mal nachlesen: Selbstexperiment Ich esse alles leer.  Los geht’s mit Tag 1 hier:

Vielleicht erkennen Sie sich wieder; vielleicht kriegen Sie einen Impuls, ‚Dinge‘ anders zu betrachten;  vielleicht unterhält die Lektüre sie ’nur‘ und vertreibt so für ein paar Minuten Ihr Unbehagen bezüglich Nahrungsbeschaffung und der Lage überhaupt. Wie auch immer: Bleiben Sie gesund. DAS ist jedenfalls der momentan am häufigsten gehörte und weitergegebene Wunsch – und der kommt dieses Mal bei allen aus Herzensgrund!

 


Wintersonnenwende – Ein Weihnachtsgruß

Wintersonnenwende     (Dezember 2019)

Die Erfahrung gemacht
Auch die längste Nacht
Verliert ihre Macht
Wenn der Tag erwacht

Dies sei uns Trost und Wonne
Dank Wendekreis der Sonne
Folgt nicht Ebbe auf Ebbe
Frost nicht auf Frost

Dazwischen
Die Stille, die Ruhe
der Vogelgesang, die Flut

Und ferner Sonnen Glut.

©Maria Ast

 

Mit diesem Gedicht grüße ich alle nahen und fernen Bekannten, Freunde, Verwandten, Menschen, denen ich mich, die sich mir verbunden fühlen. Meine Gedanken gehen besonders an diejenigen unter uns, deren Herz schwer ist vor Kummer – aus welchen Gründen auch immer. Möge Frieden, Licht, Ruhe einkehren, in unsere Gedanken, unsere Herzen. Meine sind bei Euch/bei Ihnen/ bei Dir.

Maria Ast


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