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Nowitzki – oder welche Vorbilder haben Sie?

„An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter.“ – Konfuzius

Ach, es gibt sie noch: Die Männer, die mich zu Tränen rühren! Da schlug ich heute morgen eine Zeitung von gestern auf und blieb an der Überschrift Die Sportwelt verneigt sich vor  Nowitzki hängen bzw. an den Zitaten anderer zu seinem Aktiv-Sport-Ende. Da gelang es mir noch so halb, meine Rührung – oder sollte ich sagen BErührung – zu unterdrücken. Ich mich an den PC gesetzt und weitere Kommentare in der WELT, der ZEIT, der Süddeutschen etc. gelesen – bis ich schließlich hemmungslos meinen Tränen freien Lauf gelassen habe.

Was war bzw. ist passiert? Was hat mich – und viele andere Menschen – so berührt?

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KönnerIn im Angst-Tauchen

Wenn sich eine auskennt mit Angst, dann ich. Mittlerweile in dem Wissen: Häufig besteht in DIESEM Moment überhaupt keine Gefahr – sie ist alt, sie wird nur getriggert durch ein momentanes Ereignis. Erstens: Gut, mich/sich/andere daran immer wieder zu erinnern. Und im zweiten Schritt, sich zu erinnern: Himmel, stimmt ja: Ich KANN ja schwimmen, tauchen, sogar tief tauchen – und manchmal findet ich am Grund eine Perle. Auch wenn ich es für jemand anderen und für eine andere ‚Angst‘ geschrieben habe.  This one goes especially out to Sarah – und an all jene, die grad vergessen haben, dass sie schwimmen, tauchen, auftauchen können.

Könner(in) im Angst-Tauchen     (für W.S. 2013)    

Du sagst, du hast Angst.
Ich frage, wovor.
Vor dem Alter, sagst du.
Ich frage, warum.
Einsamkeit, antwortest du,
ich habe Angst vor dem Einsamsein.
Ist doch nur ein Gefühl, sage ich.
Ich habe Angst, antwortest du.  

Schau ihr in die Augen, sage ich.
Auf dunklem Grund
liegt längst die Antwort.
Ich habe Angst, sagst du.
Sei furchtlos, antworte ich.

Erinnere dich:
Du kannst doch
tauchen
tief tauchen
auftauchen
…die Perle in der Hand!       

© Maria Ast

 

 


Kurz mal Seele baumeln lassen: Frühlingsgedicht

Der Frühling bricht sich Bahn in Bild und Wort: Hier ein Gedicht von Anna Achmatowa, einer russischen Dichterin, die von 1889 bis 1966 in Russland lebte,  außer Liebes- und Naturgedichten, Selbstreflxionsgedichten auch viele politische Gedichte geschrieben hat –  was ihr Flucht, Leid und Verfolgung eingebracht hat. Hier nun ein Frühlingsgedicht von ihr:

 

Eh Frühling wird, sind manchmal solche Tage:
Es ruht noch unter festem Schnee das Land,
Ein Rauschen tönt im heiter-trocknen Hage,
Und warmer Wind weht zärtlich und gespannt.

Dem Leib wird seine Leichtigkeit zum Wunder,
Und du erkennst dein eignes Haus nicht mehr,
Und jenes Lied, das lästig ward wie Plunder,
Singst du erregt, als wenn’s ein neues wär.

(Frühjahr 1915 – Slepnjowo)

 

 

 


Ich könnte schreien! – Die Marketing-Mär vom garantierten Erfolg

Ich könnte schreiiiiien! Ich könnte toben, auf ’nen Sandsack einboxen, meine Zähne in die Auslegeware hauen…. harrr…. oder, bewährt und besser: gleich im Auto, da werde ich die Schreisau rauslassen und mir meinen Frust mal wieder von der Seele, dem Herzen, dem Gemüt schreiiiiiiiiiiiien…

Warum ich schreien könnte? Irgendwo las ich gerade eine Mail mit Marketingtipps… haarrrr… Ich ertrage dieses ganze Marketinggesülze und damit einhergehenden Erfolgsgarantien: „Tu dies, lass das und du wirst GARANTIERT Erfolg haben!“ nicht mehr. Ich ertrage diese Marketing-Mär – oder sollte ich sagen: Marketingverarsche – von der Machbarkeit des Erfolges nicht mehr! Jahre meiner Selbständigkeit habe ich sie befolgt. Und?

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5 Fragen zum Jahreswechsel

„Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten – wie ein Maler von seinem Bilde.“ – Christian Morgenstern

Wenn Sie mit Malerblick – oder einem Alexander-Gerst-Satellitenblick – auf sich und das vergangene Jahr zurückblicken, was hat es Ihnen gebracht oder genommen? Fünf Anregungen:

1. Wofür bin ich von Herzen dankbar?
2. Was habe ich im letzten Jahr begriffen/erkannt/gelernt: über mich, andere, das Leben selbst?
3. Wer und was gab mir Halt?
4. Welche Momente gehörten zu den schmerzlichsten – und WIE habe ich sie bewältigt?
5. Welche Momente gehörten zu den allerschönsten?

Ein glückendes und beglückendes Jahr 2019 wünscht allen treuen Leserinnen und Lesern
Maria Ast

 

 


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