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Frohe Ostern!

Wie jedes Jahr grüße ich Sie/Euch mit meinem Lieblingsgedicht zum Frühling und wünsche allen FROHE OSTERN!

Nennen wir es „Frühlingslied“

In das Dunkel dieser alten, kalten
Tage fällt das erste Sonnenlicht.
Und mein dummes Herz blüht auf,  als wüßt es nicht:
Auch der schönste Frühling
Kann nicht halten,
Was der werdende April verspricht.

Da, die Amseln üben schon im Chor,
Aus der Nacht erwacht die Welt zum Lebenm,
Pans vergessenen Flötenton im Ohr…
Veilchen tun, als hätt‘ es nie zuvor
Laue Luft und blauen Duft gegeben.

 

Die Kastanien zünden feierlich
Ihre weißen Kerzen an. Der Flieder
Bringt die totgesagten Jahre wieder,
Und es ist, als reimten alle Lieder
Sich wie damals auf „Ich liebe dich“.

– Sag mir nicht, das sei nur Schall und Rauch!
Denn wer glaubt, der forscht nicht nach Beweisen.
Willig füg ich mich dem alten Brauch,
Ist der Zug der Zeit auch am Entgleisen –
Und wie einst, in diesem Frühjahr auch
Geht mein wintermüdes Herz auf Reisen.

Aus: Mascha Kaléko: In meinen Träumen läutet es Sturm, dtv-Verlag 1977

 


Es wächst viel Brot in der Winternacht

Foto eigen

In der Winternacht

Es wächst viel Brot in der Winternacht,
weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
spürst du, was Gutes der Winter tat.

Und deucht die Welt dir öd und leer,
und sind die Tage dir rauh und schwer:
Sei still und habe des Wandels acht,

es wächst viel Brot in der Winternacht.

Friedrich Wilhelm Weber, 1806-1871

 

Zuweilen ist es schwer, sich den Zustand von Zuversicht zu erhalten. Dann braucht es Reminder/Erinnerer: Menschen, Gedanken, Gedichte, die uns daran erinnern, dass die Nacht und die Kälte nicht ewig dauern, dass wir glauben können, dass derweil still und heimlich etwas Neues, Nährendes heranwächst.

So wünsche ich Ihnen/uns ein Jahr der Fülle, des Reifens, der Ernte.  – Herzlichst – Ihre Maria Ast

 


Worauf vertrauen?

„Der Kluge mischt eins mit dem anderen:
Er hofft nicht ohne Zweifel und zweifelt nicht ohne Hoffnung.“ – Seneca

„Es mag sein, dass alles fällt, dass die Burgen dieser Welt, um dich her in Trümmer brechen. Halte Du den Glauben fest, dass dich Gott nicht fallen lässt; er hält sein Versprechen.“ klang es heute morgen kurz vor 8.00 aus dem Radio auf WDR3.

Eigentlich mochte ich das Lied immer sehr, dieses Vertrauen trug und trug mich, ließ mich nicht verzweifeln –  solange ich noch glaubte. Das ist längst vorüber. Geblieben ist mein ‚Neid‘ auf all jene, die noch so tief vertrauen können, sich fallen lassen können, in einen Gott, der sie trägt und auffängt. Immer. Immer wieder. Aber, was ist mit mir, was mit all den vielen anderen Menschen, die das nicht mehr können? Die Gründe sind mir an dieser Stelle mal egal.

Ihnen  wie mir stellt sich die Frage: Worauf vertrauen? Was gibt Halt und Hoffnung , wenn die eigene kleine und die große Welt „um dich her in Trümmer brechen“? Ich habe in meinem Leben mit vielen meiner Ängste auseinandersetzen MÜSSEN: Weiterlesen »


Barbara Sher gestorben – Ein Nachruf

„Isolation is the dreamkiller!“, das war ihre feste Überzeugung. Lange vor „Yes, we can!“ hatte der Life-Coach und Karriere-Beraterin Barbara Sher erkannt, dass sich Träume leichter umsetzen lassen, wenn Menschen sich zusammentun. Ihre Idee der Erfolgsteams hat sich weltweit verbreitet, wurde kopiert, modelliert und in andere Denkschulen integriert. Nun ist Barbara Sher nach kurzer Krankheit im Alter von 84 Jahren überraschend verstorben. (nicht an Covid-19)

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Corona oder Woran erkennen Sie, was wesentlich ist? 2 Übungen

Hm, harr,… ich such‘ mir hier grad den Wolf (in meinem eigenen Blog!) nach einem älteren Artikel von mir zu: Was ist wesentlich? Woran erkenne ich, was wesentlich ist?… und, nein, ich finde ihn nicht… Egal, dann auf ein Neues. Ich selbst frage mich ja immer mal wieder selbst – und vielen geht es ‚Dank‘ der Corona-Krise nun auch so, dass sie anfangen, sich ernsthafter Gedanken darüber zu machen:

Was ist eigentlich wirklich wichtig und wesentlich für mich, mein Glück, mein Leben?

Wenn Ihnen das zu schwer fällt, sich das zu beantworten, schlage ich Ihnen vor, eine andere Strategie auszuprobieren – und andersherum zu fragen:  Fragen Sie sich:

1.) Was vermisse ich am meisten? Was tut mir wirklich im Herzen und/oder der Seele weh, es nicht zu haben/zu können/zu…?

 

Die Erkenntnis ist ebenso alt wie philosophisch: Das, was wesentlich ist, erkenne ich häufig am besten in und an seiner ABWESENHEIT! Oder eben – leider oft erst im  Rückblick ⇒ Siehe mein eigenes Gedicht „fragile“ (aus meinem alten Gedichtband steinschwer & federleicht) … 

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