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steinschwer & federlecht – Gedichte vom Sich-Suchen

Hier gibt’s ein Gedicht von mir zum Themenblock: Lebenskunst: Das Leben ist polar.

Hier können Sie das Gedicht direkt hören. Bitte auf play klicken.


Pole des Lebens oder: Was tun bei Ohnmachtsgefühlen?

Geht es Ihnen gut? Passt alles grad in Ihrem Leben? Sind Sie glücklich und zufrieden? Schön. Dann freue ich mich mit Ihnen. Dann genießen Sie diese Phase Ihres Lebens und geben ggf. anderen Menschen ein Stückchen von Ihrem Glück oder Ihrer Zufriedenheit ab.

Da Leben nun mal polar ist und wohl auch bleibt, soll es in diesem Artikel um den Gegenpol zu vorgenannten Glückszuständen gehen.

Es geht um die Themen Leid, Tod, Krankheit, Treuebruch, Ängste, Selbstzweifel, Depressionen. Über ‚so etwas‘ sprechen viele Menschen nicht. Nicht mal mit Freunden, geschweige denn am Arbeitsplatz und in Chefetagen sind diese ‚persönlichen Themen‘ nahezu tabu:

‚So etwas‘ hat man(n) nicht zu haben. Mit so was muss man(n) alleine klar kommen. Es ist irgendwie peinlich. Mann bzw. Frau schämt sich schon fast dafür – und möchte diesen unglückseligen Zustand schnellstens loswerden.

Das ist verständlich, aber leider nicht immer schnellstens möglich: ES = das Leid, die Trauer, die Krankheit, die Ängste kleben an uns wie eine uns dauerumschwirrende Wespe und je heftiger wir uns ihrer zu erwehren suchen, umso aggressiver scheint sie sich auf uns zu stürzen.

Das tiefer liegende Gefühl, das in solchen Situationen häufig entsteht, ist Ohnmacht. Ohnmachtsgefühle sind, wie das Wort schon sagt, mächtige Gefühle. Sie haben etwas mit Macht zu tun; in diesem Fall dem Verlust von Macht und noch expliziter ausgedrückt: dem Verlust der Selbst-Mächtigkeit: Ich fühle mich Mächten und Kräften ausgesetzt, über die ich keine Kontrolle habe, die ich grad und jetzt nicht ändern kann, die etwas mit mir machen, ohne dass ich mein bewusstes Okay dazu gegeben habe.

Selbst-Mächtigkeit – definiert als: ich fühle mich als Mit-GestalterIn meines Lebens – beschert uns ein gutes Selbstwertgefühl. Ohnmacht ein schlechtes.

Ein gutes Selbstwertgefühl gibt uns Selbstvertrauen und Selbstvertrauen ist eine gute Ausgangsbasis, um mit den glücklichen aber auch leidvollen Situationen unseres Lebens klar zu kommen.

Wie kann ich mit Ohnmachtsgefühlen umgehen?

  1. Wenn Ihr Druck gerade sehr groß ist, TUN Sie einen ersten kleinen Schritt Richtung Selbstmächtigkeit. Dieser Schritt soll so klein sein, dass Sie GARANTIERT Erfolg damit haben. Es geht darum, zu erkennen, dass es durchaus Bereiche in Ihrem Leben gibt, die Sie mit-gestalten können.

Beispiele, die Ihnen vielleicht eine Idee geben könnten, was ich damit meine:

– Putzen Sie Ihre Zähne mit der linken statt der rechten Hand (oder umgekehrt).

– Schauen Sie sich einen anderen Fernsehsender an.

– Kaufen Sie eine andere Teesorte als die, die Sie schon seit 20 Jahren kaufen (es gibt zighundert Teesorten allein in jedem Supermarkt)

– Nehmen Sie einen anderen Weg zum Bäcker, Freund, Firma.

– Stehen Sie eine Stunde später auf als gewöhnlich (oder eine Stunde früher, je nachdem, was Ihre Gewohnheiten bricht)

– Atmen Sie zu jeder vollen Stunde 3 x tief durch.

– Setzen Sie sich bewusst einen Zeitrahmen (von 1 Minute bis einer Viertelstunde am Tag), wo Sie sich erlauben, zu heulen, jaulen, jammern, sich selbst zu bedauern, zu toben, zu wüten, zu trauern – was immer für Sie passend sein mag. (Das hat den Vorteil, sich dem Ungeliebten, Ungewollten in voller Breitseite zuzuwenden anstatt es hinten im Nacken zu haben).

– Reparieren Sie etwas, das Sie schon lange reparieren wollten.

– Werfen oder räumen Sie eine Kleinigkeit weg, die Sie schon seit Lichtjahren nervt. Sofort!

– Oder wenden Sie die von mir so beliebte Kopfstandmethode an: Schreiben Sie alles auf, was Sie tun könnten, damit es Ihnen noch schlechter geht.

Es sind nur Ideen. Suchen Sie etwas, was zu Ihnen passt, aber TUN Sie einen ersten kleinen Schritt. Denken Sie daran: Das Gefühl von Selbstmächtigkeit gibt Selbstvertrauen!

2.)

Eine andere Möglichkeit, besteht darin, direkt beim Selbstwertgefühl anzusetzen und sich zu fragen: Was ist förderlich, um wieder ein gutes Selbstwertgefühl zu kriegen?

Hilfreiche Fragen dazu:

– Wo gibt es noch Bereiche, in denen ich durchaus noch mein Leben gestalten kann? (siehe oben selbst ein körperlich fast unbeweglicher Hawkins hat Möglichkeiten gefunden)

– Wie habe ich das eigentlich geschafft, mein Leben bis hierher zu meistern?

– Welche Fähigkeiten haben mir dabei geholfen?

– Welche Personen, Umgebungen, Gedanken sind förderlich? Welche verfestigen eher das Problem, die Situation, die Ohnmachtsgefühle?

– Was kann ich besonders gut?

– Wem könnte ich eine Freude machen? (Der altruistische ‚Trick‘ ist alt, mir hat er trotz aller Kritikpunkte, die man dazu haben kann, immer geholfen.)

– Und immer wieder die Frage: WAS kann ich in so einer Situation über mich lernen?

Zusammenfassung:

– Das Leben ist polar. Glück und Leid gehören zum Leben.

– Ohnmacht und Macht sind Gegenpole zwischen denen wir alle uns bewegen.

– Niemand ist immer mächtig! (Das glauben zwar viele und haben Allmachtsphantasien).

– Niemand ist immer und in allen Bereichen seines Lebens ohnmächtig.

(Das glauben auch viele: das sind Menschen, die sich als Daueropfer von Umständen, Prägungen, Situationen empfinden, keinerlei Weg mehr sehen. Sie brauchen häufig professionelle Hilfe, um aus diesem Kreislauf herauszukommen).

– Suchen Sie nach Bereichen, wo Sie – trotz momentaner Eingeschränktheit – eigenmächtig gestalten können. Das gibt das Gefühl von Selbstmächtigkeit und Selbstvertrauen. Beide lassen Ohnmachtsgefühle schmelzen und geben Kraft und Zuversicht, das Leben bewältigen zu können –
in all seiner Polarität und Bandbreite.

„Sobald Du Dir vertraust, sobald weißt Du zu leben.“ – J.W.v.Goethe, Faust – Erster Teil

Viel Vertrauen in sich und in den Lebensfluss überhaupt wünsche ich Ihnen!


Geduld – Eine Tugend?

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich weiß nicht, wie Sie auf das Wort GEDULD reagieren, ich jedenfalls kriegte aus dem Stand die ersten Jahrzehnte meines Lebens regelmäßig mittlere Tobsuchtsattacken, wenn mir jemand mit diesem Rat kam.

Oder wie reagieren Sie, wenn Sie jemandem Ihre langgehegten Träume, Ziele und Sehnsüchte mitteilen, oder jemandem offenbaren, dass Sie kurz davor sind zu resignieren: je den richtigen Partner, eine befriedigende Arbeitsstelle oder einen mitfühlenden Arzt zu finden und Ihr Gegenüber zuckt mit den Schultern und kommt mit der Super-Antwort um die Ecke: „Da musste halt Geduld haben!“

„Geduld, liebe Seele!“ war jedenfalls einer der Lieblingssprüche Erwachsener, der mich durch die Kindheit und Jugend begleitete: immerzu hatte ich das Gefühl, du bist zu schnell und ungeduldig: in deinem Wünschen, Wollen, Haben-Wollen, Lernen-wollen, Wissen-wollen, Tun-wollen.

Zusammengefasst kam bei mir an: Geduld ist was gaaaaanz Tolles und Tugendhaftes  – und Ungeduld ist das Allerletzte, was ich oder ‚man‘ nicht haben sollte.

Warum reagieren viele Menschen auf den Rat, Geduld zu haben, allergisch bis aggressiv?

1. )

Weil der Rat häufig die verkappte Botschaft enthält: du sollst keine Gefühle haben oder zeigen. Geduld haben bedeutet aber nicht, dass wir durch den zuweilen zermürbenden Prozess der Veränderung und Zielerreichung gehen, ohne dabei etwas zu empfinden!

Ein Beispiel dazu:

Sie stehen auf dem Bahnsteig und warten auf die Deutsche Bundesbahn.  Da erklingt eine liebliche Stimme, die Ihnen mitteilt: Der Zug nach Irgendwo hat ca. 30 Minuten Verspätung.

Ich glaube, jede und jeder kämpft in diesem Moment mit Gefühlen wie: Frust, Wut, Ärger, Ungeduld.

Die Gefühle sind da und mit denen gilt es umzugehen: das KANN bedeuten, dass ich mir sage: Nundenn, dann muss ich mich halt gedulden. Oder ich gehe mich beschweren. Oder ich kaufe mir ein Brötchen, um mich zu beruhigen oder mir die Warterei erträglicher zu machen.

Da braucht es denn manchmal Geduld (auch mit sich selber), um besser oder anders mit seinen Gefühlen umgehen zu lernen.

2.)

Weil hinter dem Rat „Du musst Geduld haben!“ das Wörtchen „immer“ mitschwingt, sprich: Du solltest eigentlich immer Geduld haben.

Es geht aber wie so häufig nicht um ein „Entweder…oder“,  nicht um ein „Geduld-ist-gut-und-Ungeduld-ist-generell-schlecht“, sondern darum, flexibel und je nach Situation BEIDES! einsetzen zu können.

Ich finde,  Ungeduld ist durchaus in vielen Fällen angebracht und ein großer Motor, Umstände, Situationen zu verändern, die nicht mehr tragbar sind: sei es im privaten, beruflichen oder politischen Bereich.

Doch Vorsicht! Nicht ins andere Extrem verfallen und nun immer ungeduldig sein und alles gleich und sofort wollen (Langfristig-denken war ja grad nicht „in“ bei manchen ungeduligen Bankern und Firmen….) Es geht darum, das rechte Maß zu finden – wie immer, wenn es um Lebenskunst geht.


Ideenparty in Bielefeld am 19.3. – und weltweit am 24.3.09

Der Newsletter kommt. Hier vorab schon mal ein Hinweis auf meine nächste Ideenparty, die am 19.03.09 im Café Passon in Bielefeld stattfinden wird.

Herzliche Einladung an alle, die sie schon kennen und an andere Neugierige, Querdenker, Ideensucher und WunschverwirklicherInnen.

Anmeldung unter: http://www.maria-ast.de/termine_seminare.php .

Mehr Infos zu Ideenparties generell: http://www.maria-ast.de/ideenparty.php

Ideenparties waren/sind die Idee von Barbara Sher, deren WISHCRAFT Buch gerade 30 Jähriges feiert. Anlässlich dieses Ereignisses hat sie zur Teilnahme an einer weltweiten Ideenparty am 24.03.09 eingeladen. http://www.barbarasherwishcraft.com/24-hour-global-idea-party.html

Leider ist der Text nur in Englisch verfügbr. Wer dessen mächtig ist, kann per Net teilnehmen. It’s easy! Wer ggf. Hilfe braucht und Lust hat, sich erdumspannend Ideen zu holen, bei mir bitte melden.

Und nicht vergessen, VORHER gibt es die Möglichkeit real an einer Ideenparty teilzunehmen, nämlich meiner 🙂 – siehe oben.

Ich freue mich auf alte und neue Gesichter!  Maria Ast


Hilfe, ich kann mich nicht entscheiden! – oder: Eine Art Junggesellenabschied.

Vor ein paar Tagen betrat ich ein großes Möbelhaus (nein, kein schwedisches…) und sah sofort, dass mein Lieblingstisch – der weiiiiiiiit außerhalb meiner finanzielles Budgets liegt – um die Hälfte, ich wiederhole: die Häl-fte reduziert war.

Mein Herz klopfte höher. Ich eilte zur Verkäuferin. Im ersten Euphorietaumel fragte ich Selbige – wenn schon, denn schon – auch gleich noch nach dem Preis für mein Lieblings- Dinner Sofa (für Uneingeweihte: das ist die moderne Lederversion der guten alten Holzeckbank, die früher bei der Oma stand) und frau glaubte es kaum: selbst auf jenes gab es just noch 2 Tage 30 % Sonderrabatt. (Platz müsse her für die neuen Messemodelle.)

Ich eilte nach Hause. Ich maß und rückte, schmiss ein weißes Bettlaken über den alten knatschenden Korbsesel, um meiner Vorstellung schon mal einen kleinen realistischen Touch zu geben … und exakt an diesem Punkt geriet mein Inneres ins Schlingern, wie ein aus der Bahn geratenes Ufo: Eine Frage drängte sich immer wieder in mein Bewusstsein und legte sich wie ein Grauschleier auf meine Euphorie: Hm, und was ist, wenn es einen noch schöneren Tisch, ein noch passenderes Sofa gibt, wenn die Möbelmesse DAS ultimative Modell quasi schon oder noch bereit hält?

Es beschlich mich dieses altbekannte und seltsame Gefühl, was mich auf meinen alten knarrenden Korbsessel sinken ließ und das man getrost auf eine einzige Frage einkochen kann:

Willst du das WIRKLICH??

Das Ganze erinnert mich ein bisschen an Junggesellenabschied (Hen-Parties nennt sich das Ganze für Frauen in England): a) gilt es auszuhalten, dass, wenn ich mich FÜR Einen/Eine entscheide, ich mich gegen gefühlte 10.000 andere entscheide. Da kann man(n) schon mal ins Nachdenken kommen.

Dabei ist es völlig wurscht, ob es sich um den Partner fürs Leben oder Tische, Bänke, Autos, Urlaubsziele oder schlicht darum handelt, sich für EIN Fernsehprogramm entscheiden zu müssen, weil jemand rumnöggelt: „Nun entscheide dich endlich. Dein Rumgezappe geht mir auf den Geist.“

Die nächste Frage lautet daher folgerichtig:

WIE finde ich raus, was ich eigentlich wirklich will?

Antwort: Indem Sie das Geheimnis kluger Entscheidungen kennen lernen. Das besteht nach neuesten Erkenntnissen weniger im Auflisten der Pros und Kontras, sondern in der Kunst, seine Intuition zu schärfen. Voraussetzung dafür ist, seine Gefühle wahrzunehmen, zu gewichtigen, sprich, den Bauch zu Hilfe zu nehmen, um zu einer Entscheidung zu kommen, die sich tatsächlich gut anfühlt.. Der Kopf mag noch so rationale Entscheidungskriterien haben, auf lange Sicht können wir aber nicht gegen unsere Gefühle anarbeiten – oder es artet dann wirklich in Arbeit aus: ich muss ackern, mich dauerdisziplinieren, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen oder zu halten.

Fühlen kann man(n) lernen! Fühlen kann man(n) nutzen: um klug zu entscheiden, um schnell und sicher zu entscheiden, um komplexe Entscheidungen leicht(er) zu ‚händeln‘.

Die Möglichkeit, das auszuprobieren, zu üben, besteht am 12.02.2009, von 18.00 – 21.00 Uhr.

Näheres siehe: Termine & Seminare

Natürlich habe ich meine Methode, die ich anderen beibringe, auch auf mich und meine Tisch-Stuhl-Entscheidung angewandt. Ergebnis: gefühlte 80 zu 50 GEGEN den Kauf. Wer in meinen Kursen oder Coachings war, wird wissen, was es damit auf sich hat – und grinsend zustimmen: Nee, der Kauf hätte mich nicht glücklich gemacht. So sitze ich versöhnt mit der Entscheidung weiter auf meinen alten Korbsesseln und bin – zumindest vorerst – glücklich damit.


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