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Was tut wohl die Rose zur Winterszeit? Ein Winter-Weihnachtsgruß

Was die Rose im Winter tut

frozen Francesca Schellhaas photocase.de

Was tut wohl die Rose zur Winterszeit?
Sie träumt einen hellroten Traum.
Wenn der Schnee sie deckt um die Adventszeit,
träumt sie vom Holunderbaum.
Wenn Silberfrost in den Zweigen klirrt,
träumt sie vom Bienengesumm,
vom blauen Falter, und wie er flirrt…
Ein Traum, und der Winter ist um!

Mascha Kaléko

 

Auch wenn wir im Außen keinen Schnee und keinen Silberfrost haben, es gibt ja auch noch ein Innen, das hin und wieder Winterzeiten überstehen muss und von Wärme träumt.

Mit diesem Gedicht wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein friedliches, frohes Weihnachtsfest, eins, das Seele, Herz und Gemüt erwärmt und nährt.

 


Reduktionskost oder Was wir von Diätratgebern fürs Leben lernen können

Lebenskunst-Facetten –  Reduktionskost oder Was wir von Diätratgebern fürs Leben lernen können

Trotz wüster Schwüre: keine Geschenke! kein Stress!, gerate ich jedes Jahr kurz vor Weihnachten unter Druck. Irgendwann habe ich das Gefühl, keine Geschenke sind auch keine Lösung und stürme los in die City. Heerscharen von Erzgebirgsengeln blicken mich an; Schal-Berge umfluten mich, wie Wasser den Felsen; Meere an Kochbüchern stehen – wie passend! – Massen an Diätratgebern gegenüber. Ein Witz, denke ich, dito die Diätbotschaft: Reduzier‘ und das Leben gehört dir!

Neujahrsvorsätze – antifalten/photocase.de

So, erst mal Zwischenstopp bei Glühwein. „Mit oder ohne Schuss?“ Normal, einfach normal, stammele ich. Überfülle an Auswahl, Angeboten, Wahlmöglichkeiten. Andauernd werde ich gezwungen, mich gegen Massen an Alternativen zu entscheiden. Hier wie häufig bin ich genervt: Mir ist das alles zu viel hier! Produziert und nährt solch Überfülle nicht erst unsere Angst, wir könnten was verpassen, das Falsche wählen? Ich plädiere dafür, die Werbung der Diätratgeber aufs gesamte Leben auszuweiten. Einfach alles weglassen, was ZU viel ist, uns übersättigt, überflutet, überreizt und überfordert zurücklässt. Das wäre doch mal ein sinnvoller Vorsatz fürs neue Jahr: Sich in Reduzierkunst zu üben.  

Was ist das Schöne an der Reduzierkunst?

Jeder Koch, jede Hausfrau weiß die Antwort: Weiterlesen »


Lebenskunst-Facetten: Zeit läuft oder Warum Leben gestalten?

Lebenkunst-Facetten: „Als hätten wir eine Ewigkeit Zeit“ – Warum Leben gestalten?

Ich weiß noch, wie entsetzt, fast empört meine Freundin reagierte, als ich ihr – seltsam verschämt – anvertraute: „Ich denke jeden Tag an den Tod.“ Das ginge doch nicht, nein, wirklich, das sei ja nicht normal! Ich fühlte mich falsch und unverstanden –  und (ver)schwieg fortan. Das ist lange her. Noch immer denke ich jeden Tag an den Tod, aber nicht mehr verschämt. Längst habe ich begriffen, dass dies zu den philosophischen Grundübungen gehört, die – welch Paradox – das Leben intensiver, lebendiger, tiefer macht. Memento mori, bedenke, Menschen, dass du sterblich bist und das Carpe diem, Nutze den Tag! gehören zusammen gedacht.

Den Tag nutzen? Wozu? Warum? Warum überhaupt Leben gestalten?

Ich erspare mir die Botschaften der Werbung, Ratgeber, Wirtschaft, Kirche und sonstiger Lebensoptimierungsversprecher: Um für alle Zeit und/oder Ewigkeit glücklich, schön, erfolgreich, besser, schneller, höher, angesehener etc. zu sein oder zu werden. Selbst die Antworten der Philosophen verwirren mich, denn die lauten höchst unterschiedlich: Weiterlesen »


Kolumne: Gegen Novemberblues hilft die Kunst des Staunens

Lebenskunst-Facetten:  Gegen Novemberblues hilft die Kunst des Staunens

Staunen Tinvo /photocase

Staunen Tinvo /photocase

Heute Morgen war ich um 5.00 Uhr wach. Das kenne ich, ich brauche gar nicht versuchen, wieder einzuschlafen, klappt eh nicht. Im Sommer liebe ich das: frau gleitet so langsam in den hellen Tag. Aber im November? Trist, trüb, uselig die letzten Tage. Wie immer nach dem Aufstehen ist der zweite Gang, nach Tee kochen, der auf den Balkon. Wow! Ich bin platt: statt trüber Suppe, glitzert ein sternenbestickter Himmel über mir.

Da fällt Staunen leicht. Ein Glücksgefühl durchströmt mich. Schnell noch mal aufgeschaut. Ja, alles noch da, aber das Staun-Gefühl ist weniger intensiv. Wieso ist das so? Glücksgefühle empfinden wir angeblich besonders, wenn ein Ergebnis besser ausgefallen ist als erwartet. Wir buchen ein Mini-Appartement – überraschend erhalten wir die Suite mit Meerblick. Die Mathearbeit? Ne Zwei müsste drin sein – wow! eine glatte Eins. Glücksstaunen gibt’s nicht immer. Aber Staunen üben geht. Weiterlesen »


Kolumne: Von Festen und Flüchtlingen. Dürfen wir noch feiern?

Lebenskunst-Facetten:  Oktober 2015: Von Festen und Flüchtlingen
Dürfen wir noch feiern und uns freuen?

Wenn ich an Oktober denke, denke ich an buntbelaubte Bäume, an Drachensteigenlassen mit den Kindern früher, an den Apfelmuskuchen meiner Oma, an Kürbissuppe kochen und langsam wieder die Kerzen rauskramen, weil früh dunkel. Also alles auf easy und gemütlich und kuschelig in dieser Kolumne?

Feste feiern rokit_de / photocase.de

Feste feiern rokit_de / photocase.de

Nee, so geht das nicht, denke ich! Seit Tagen arbeite ich mich an diesem Artikel ab, weil ich meine, meinem Anfangsanspruch „Schreib lockerluftigleicht“ gerecht werden zu müssen. Ich merke aber, ich will hier und heute keinen leicht-lockeren Artikel schreiben. Mir geht’s da wie einer Freundin, die ursprünglich fünf Kinder haben wollte,

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