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Ostergrüße oder Nennen wir es Frühlingslied

Mit meinem Lieblingsfrühlingsgedicht von Mascha Kaléko wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein schönes, helles Osterfest.

Nennen wir es „Frühlingslied“

In das Dunkel dieser alten, kalten
Tage fällt das erste Sonnenlicht.
Und mein dummes Herz blüht auf,  als wüßt es nicht:
Auch der schönste Frühling
Kann nicht halten,
Was der werdende April verspricht.

Da, die Amseln üben schon im Chor,
Aus der Nacht erwacht die Welt zum Lebenm,
Pans vergessenen Flötenton im Ohr…
Veilchen tun, als hätt‘ es nie zuvor
Laue Luft und blauen Duft gegeben.

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Meine Angst? German Angst oder World Angst?

Seitdem ich letztes Jahr selbst unter Panikattacken und Angst, Angst, Angst vor allem und jedem litt, habe ich mich – NOTwendigerweise  – mit diesem Thema mehr denn je auseinandergesetzt. Was mich zunehmend ärgert, ist, dass nachwievor viele ‚Anti-Angstexperten‘ so tun, als hätte Angst allein eine/meine biographische Seite – und sei somit allein auch meine Sache, diese wie auch immer, zu bearbeiten und zu lösen. Hallo?

Individuelle Ängste und Erkenntnisse 

Ich hielt und halte mich für einen ziemlich selbst-reflektierten Menschen. Umso heftiger die Erkenntnis, das ich als Coach in die Wissensfalle getappt bin, sprich, nicht zu raffen, dass WISSEN, woher die Ängste kommen und was die Ängste auslöst, noch lange nicht heißt, auch zu wissen: Wie kann ich sie auf ein lebensförderliches statt lebensfeindliches Maß reduzieren?

Heftig auch die Erkenntnis: Ich hätte noch zehn Semester Philosophiestudium und Dauerdenken dranhängen können, sie hätten mich nicht von meiner Angst befreit. Im Gegenteil: Weiterlesen »


Was sind die Saboteure, was die Förderer des Glücks?

Gestern sah ich auf 3sat die Sendung von Scobel zu Glück und einem gelingenden Leben. Ich habe seine Antworten zu den Hauptsaboteuren und den glücksfördernden Faktoren hier für Sie aufgelistet. Untereinander. In Kurz. Warum ich das betone? Weil es mir so geht und fast allen meiner CoachingkundenInnen: Ich kann Erkenntnisse, die mir in LANG-Texten durchaus einleuchten, kaum behalten, wenn ich sie für mich nicht rausschreibe, sie knapp und kurz untereinanderschreibe, so dass ich mit einem Blick erkenne, was mir wichtig und behaltenswert ist. Hier also die Liste von Scobel (bzw., das was ich davon behalten habe) – der ich bedingungslos zustimme!

Die Hauptsaboteure des Glücks:

  • Einseitiges Streben nach…  Konsum, Erfolg, Rausch…
  • Sich vergleichen. Führt fast immer zu Eifersucht, Neid, Verbitterung.
  • Überforderung. Dazu zählen: alles immer perfekt machen zu wollen; hohe Erwartungen an sich etc.
  • Was-wäre-wenn-Denken, Grübeln, Hadern, sich nach vorne und im Voraus dauerzuängstigen

Was fördert Glück und Lebensfreude?

  • eine optimistische Erwartungshaltung
  • FLOW – Tätigkeiten
  • Sport und Bewegung
  • Achtsamkeit – Yoga, Meditation, Körpergewahrsam
  • Soziale Kontakte, Familie, Partnerschaft: Menschen, mit denen man sein Leben, sein Leid, seine Freude teilen kannt.

Interessant fand ich u.a. noch die Anmerkung eines Gesprächsteilnehmers, Theologe, (dessen Namen ich grad im Net nicht finde…), die Unterscheidung von 3 Glückszuständen:

  • die Glücks-MOMENTE
  • das kurzzeitige Glück,  z.B. wenn wir Sport machen oder im Flow-Zustand sind oder uns die Torte/ein Projekt besonders gut gelungen ist
  • das langfristige Glück, das fast alle Menschen eher als ZUFRIEDENHEIT beschreiben und definieren

Schon diese – grobe- Unterteilung macht ja sichtbar, dass, wenn wir uns mit jemandem über Glück austauschen, erst mal geklärt werden müsste, über welche „Glücksfrist“ wir denn überhaupt reden.

Glückliche Momente wünsche ich Ihnen heute. Und die, das übe ich grad selbst wie ‚blöd‘, hängen immer noch davon ab, ob wir im Hier und Jetzt achtsam sind/sein können und sie überhaupt wahrnehmen.

 


Jahreswechsel – Betrachtung der zeit

Ein außer-gewöhnliches Jahr geht bei mir zu Ende. Außer einer wunder-baren Leib-Seele-Erfahrung auf den Floating Piers von Christo auf dem Iseo-See, zwang mich Mitte des Jahres irgendwas im wahrsten Wortsinn in die Knie. Immer und immer wieder sind es die unbewussten inneren Antreiber und bis dato unerkannten Uralt-Glaubensmuster, die uns in die Knie, in den Burnout, in die Ohnmacht und bei mir in die Dauerangst treiben. Ohne BewusstHEIT bleiben wir in den alten Mustern hängen und kleben wie die Fliegen im Spinnennetz fest. Ich will in meinen nicht mehr kleben bleiben! Mein größter innerer Antreiber war und ist wohl immer noch: „Du musst schnell sein, sonst…!“. Ja, was SONST? Das kann sich jede und jeder selbst mal für sich beantworten.

Hier einige meiner Erkenntnisse: Sonst überholen dich die anderen; sonst komme ich zu kurz; sonst droht Gefahr, Gefahr, Gefahr! Wer das, wie ich, verinnerlicht hat, dass IMMER und ÜBERALL Gefahr droht, der muss zwangsweise immerwach, immer-präsent sein und befindet sich im Dauermodus von Flucht-Kampf-Erstarrung. Mich wundert es nicht mehr, dass ich – sicher nicht aufgrund beruflicher Überlastung oder realem Zeitdruck – in die Knie gegangen bin und total ausgebrannt und erschöpft war.  Dazu und zu meinen elementaren Erkenntnissen und Veränderungen mehr hier im Blog im neuen Jahr.

Ganz sicher zählt zu den angestrebten Veränderungen in 2017: Der – inneren – Geschwindigkeitsdiktatur entschieden etwas etwas entgegenzusetzen. Der Weg dahin? Keine Ahnung. Ich glaube nicht mehr an perfekte Wege. Ich habe angefangen,  einen neuen zu gehen; u.a. der Weisheit meines Körpers – und nicht nur meines Geistes! – zu vertrauen. Ich habe drastisch verlangsamt; Verlangsamen bedeutet für mich ACHTSAMKEIT lernen, mich immer wieder im HIER und JETZT zu verankern, statt mit meinen Angstgedanken die Welt nach Gefahren abzusuchen. Ich werde in 2017 Ballast abwerfen: inneren, äußeren – womit ich meinem Slogan: Entschieden leichter leben! selbst alle Ehre machen will und werde.

Ihnen Danke ich für Ihre Lesetreue und dem treuen Nachfragen, warum ich hier so wenig geschrieben habe hier. Mit der Betrachtung der zeit von Andreas Grychius wünsche ich Ihnen allen ein spannendes und lebendiges neues Jahr – in dem auch die Langsamkeit und Muße und die Zweckfreiheit ihren Platz und Stellen-Wert hat.

Betrachtung der zeit

Mein sind die jahre nicht, die mir die zeit genommen;
Mein sind die jahre nicht, die etwa möchten kommen;
Der augenblick ist mein, und nehm‘ ich den in acht,
So ist der mein, der jahr und ewigkeit gemacht.

 


Wie man Ängste überwindet

Angst ist zur Zeit ein großes Thema von mir – siehe Blogartikel zuvor. Ich glaube dennoch, dass es das Thema vieler Menschen, Jungen wie Alten, ist. Viele versuchen sie – mehr oder weniger erfolgreich, zumindest für eine Zeit – zu verdrängen, in Form von Aktionismus, Workoholic-sein, sich mit was auch immer zuzudröhnen, sie in Form von Bungee-Jumping-Sprügen zu ‚überwinden‘, oder sie, die Angst, entlädt sich in gewalt-tigeren Formen.

Ängste habe eine Biographie. Sie runterzuschlucken, irgendwie zu kompensieren, mag eine Weile funktionieren, besser wäre es, sie nicht in den Keller oder Dampfdruckkochtopf zu sperren, sondern sich um sie zu kümmern – bevor sie uns zwingt, sich um sie zu kümmern!

Einen interessanten und hilfreichen Artikel – und einen Kommentar von mir  – zum Thema Ängste und „Wie man Ängste überwindet“ finden Sie im  „Persönlichkeits-Blog“ von Roland Kopp-Wichmann.


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